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Weltcupstand Herren - 06.01.2018
01 Kamil Stoch
POL
723  
02 Richard Freitag
GER
711  
03 Andreas Wellinger
GER
569  
04 Daniel Andre Tande
NOR
485  
05 Junshiro Kobayashi
JPN
410  
06 Stefan Kraft
AUT
399  
07 Anders Fannemel
NOR
360  
08 Johann Andre Forfang
NOR
352  
09 Markus Eisenbichler
GER
312  
10 Robert Johansson
NOR
294  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2018
01 Deutschland
GER
3062  
02 Norwegen
NOR
3027  
03 Polen
POL
2438  
04 Österreich
AUT
1602  
05 Slowenien
SLO
1318  
06 Japan
JPN
1212  
07 Schweiz
SUI
434  
08 Russland
RUS
130  
09 Finnland
FIN
115  
10 USA
USA
17  
 

Jan Boklöv und der revolutionäre V-Stil

Jan Bokloev war ein namenloser Schwede, bis ihm 1986 ein Trainingssprung missglückte. Zum eigenen Unverständnis segelte er bis ins Flache - mit gespreizten Beinen, die einem "V" glichen. Die Skisprung-Welt hielt zu dieser Zeit den Parallelstil hoch, vor allem die Norweger. Während Bokloev aus der sportlichen Not eine Tugend und aus dem Parallel-Stil ein "V" machte, bestraften ihn die "Norsker" als Hüter der Normen mit schlechten Haltungsnoten: Statt 19 oder 19,5 gab’s von der Jury für ihn nur 14 oder 15 Punkte.
 
Der Skipionier flog noch, wo andere schon stilgerecht einen Telemark setzten. Und als er 1989/90 den Gesamtweltcup nach Schweden entführte, waren auch die Norweger mit ihrem Latein am Ende. Bokloev wurde pardoniert, sein Stil anerkannt und jeder sattelte auf das "V" um. Mit einem 32. Platz am Kulm (31. Jänner 1993) endete die Weltcup-Statistik Bokloevs, und die Schweden-Bombe verschwand von der Bildfläche. Stilgerecht mit einem V-Stil.
In der Zeit der Umstellung von Parallelstil auf V-Stil gab es insgesamt 9 Springer die es schafften sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen Stil zu gewinnen. Als erster überhaupt schaffte dies Ernst Vettori, der in Thunder Bay am 02.12.1991 seinen ersten von 2 Siegen im V-Stil holte. Angeführt wird diese einzigartige Statistik vom deutschen Jens Weißflog, der es schaffte nach der Umstellung noch 11 Siege mit dem neuen, ungewohnten Stil, zu holen. Dieter Thoma gewann 5 mal im V-Stil, Andreas Felder 4 mal. Und auch der gerade erst in die "Skisprungrente" eingetretene Italiener Roberto Cecon kann Siege sowohl im Parallel - als auch im V-Stil aufweisen. Insgesamt geawann er nach der Umstellung noch 4 mal. Örnsköldsvik, Ari-Pekka Nikkola, Heinz Kuttin und Stefan Horngacher vervollständigen die Liste der 9 Springer die Siege mit beiden Stilen holen konnten.
 
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