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21.02.2010: Innauer hält FIS Entscheidung über Ammann Bindung für keine gute Entscheidung
Das Schiff ÖSV habe einmal „eine ganz leichte Schieflage gehabt, aber im Grund genommen, sind wir ganz gut um die ärgsten Klippen herumgekommen“, meinte Innauer im Interview mit der APA - Austria Presse Agentur Samstagabend (Ortszeit) im Österreich-Haus in Whistler. „Zwei Medaillen nach drei Wettkämpfen, das ist sehr okay.“ Olympische Spiele seien nicht ganz so einfach, vieles könne durcheinander gewirbelt werden. „Wie man ja hier gesehen hat.“ In der Kombination war man im ersten Bewerb „nicht ganz knapp dran, aber in Schlagdistanz“.
Es sei dem ÖSV wichtig gewesen, den Internationalen Skiverband dazu zu bringen, auf den Plan zu treten. „Wenn das Ganze natürlich schlecht transportiert wird, auch von Medien, die sehr schlecht informiert sind... Das ist in der Komplexität nie zu erklären, um was es da wirklich geht, weil man dafür viel zu lange brauchen würde.“
Was er davon hält, dass ÖOC-Präsident Karl Stoss von „einer entbehrlichen Aktion“ gesprochen hat und selbst sein eigener Präsident Peter Schröcksnadel die Sache mit „man hätte es geschickter machen können“ kommentierte? „Wenn die Herren mir das persönlich zu sagen haben, wie sie es gelöst hätten... Dann nehme ich es gerne zur Kenntnis, dann erkläre ich ihnen vielleicht auch die Zusammenhänge. So auf Zuruf interessiert es mich nicht, die Frage zu beantworten.“
Niemals habe man Simon Ammann „persönlich am Zeug flicken“ wollen oder einen Kleinkrieg zwischen dem österreichischen und dem Schweizer Verband gestatten wollen. „Es ist immer darum gegangen, das Regelwerk zu beanspruchen“, erklärte Innauer. Man wollte die FIS zur Stellungnahme bringen. „Dem ist die ganze Zeit ausgewichen worden, dann muss man natürlich einmal öffentlich werden, damit das Ganze entschieden wird.“
Innauer kritisierte die Urteilsbildung der Medien, ohne alle Fakten zu kennen. „Alles andere ist Boulevard, sind Schnellschüsse.“ Man habe dem Schweizer Skiverband und den Zuständigen angeboten, die Sache selbst aus der Welt zu schaffen. „Das hat nicht funktioniert.“ Abgeschlossen ist das Thema für Innauer aber nicht. „Die Sache ist entschieden - vorläufig. Ich glaube, die Entscheidung des internationalen Skiverbands war keine gute.“
Für den Rest der Spiele ist sich Innauer im Klaren, dass seine Adler im Abschlussbewerb natürlich die Favoriten sind. „Wir haben absolute Goldchancen, das ist klar. Es müssen zuerst acht Sprünge gemacht werden, es genügen auch oft einmal ein, zwei schlechtere Sprünge, dass man hinterher ist.“



