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Weltcup 2009/10 - 16.03.2010
01 Simon Ammann
SUI
1649  
02 Gregor Schlierenzauer
AUT
1368  
03 Thomas Morgenstern
AUT
944  
04 Andreas Kofler
AUT
893  
05 Adam Malysz
POL
842  
06 Wolfgang Loitzl
AUT
760  
07 Anders Jacobsen
NOR
557  
08 Martin Koch
AUT
545  
09 Björn Einar Romoeren
NOR
517  
10 Robert Kranjec
SLO
503  
 
Continentalcup-Wertung 31.07.2010
01 Kamil Stoch
POL
480  
02 Andreas Strolz
AUT
326  
03 Stefan Hula
POL
255  
04 Jakub Janda
CZE
200  
05 Antonin Hajek
CZE
189  
05 Markus Eggenhofer
AUT
189  
07 Danny Queck
GER
181  
08 Dawid Kubacki
POL
170  
09 Primoz Pikl
SLO
152  
10 David Unterberger
AUT
148  
 
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07.01.2010: 4 Schanzen Tourneesieger 2010: Andreas Kofler

Silber von der Großschanze und Gold mit der Mannschaft bei den Olympischen Spielen 2006. Mit 21 hatte Andreas Kofler im starken Team der ÖSV- Adler schon vor vier Jahren ausgezeichnete Erfolge gefeiert. Doch die Karriere- Entwicklung des Stubaitalers ging in der Folge nicht so weiter wie erhofft.

Kofler, der nur wegen eines Zehntelpunktes weniger nicht Doppel- Olympiasieger genannt werden darf, weil Thomas Morgenstern an jenem Tag der Glücklichere gewesen war, verlor in den vergangenen beiden Jahren bis zu dieser Saison den Anschluss an die absolute Spitze.
Tiefpunkt war wohl vor exakt einem Jahr, als "Kofi" in Bischofshofen als 55. gar die Qualifikation für das Tournee- Finale versäumt hatte. Zwölf Monate später kann die Welt für den sympathischen Tiroler nicht unterschiedlicher aussehen. Nach dem Auftaktsieg in Oberstdorf und zwei vierten Plätzen in Garmisch- Partenkirchen und Innsbruck als Leader nach Bischofshofen gekommen, schloss sich am Dreikönigstag mit Platz fünf für ihn dieser Kreis. Mit 25 wurde Kofler ähnlich überraschend Tournee- Gesamtsieger wie vor einem Jahr Wolfgang Loitzl. Als achter österreichischer Springer entschied er diese Traditionsveranstaltung für sich und wurde zum Nachfolger des Steirers.

Gerade rechtzeitig ist Kofler, der nach der Enttäuschung vor einem Jahr in Absprache mit Cheftrainer Alex Pointner wieder verstärkt mit seinem Jugendtrainer Markus Maurberger arbeitete, in der Olympia- Saison wieder zurückgekehrt. Der 25- Jährige hat sich auch privat verändert, ist seit kurzem in eine Eigentumswohnung in Thaur übersiedelt und hat mit viel Arbeit und der Rückkehr zu seinen "Ur- sprüngen" eingeschlichene Technik- Fehler beseitigt.

Mit konstanten Leistungen in dieser Saison hat er sich auch das nötige Selbstvertrauen zurückgeholt. Darum wollte er sich trotz eines immer stärker werdenden Gregor Schlierenzauer auch nicht mit einem zweiten oder dritten Gesamtrang zufrieden geben. "Ich gehe natürlich schon aufs Ganze. Es wäre komisch, wenn ich es nicht erreichen möchte." Gerade nach der schwierigen Zeit, als er den Anschluss zur Weltspitze verloren hatte, zählt das umso mehr. "Ich schätze, was ich habe. Ich habe zwei Jahre gefightet, es hat jetzt einen ganz anderen Stellenwert."

Die anfängliche sportliche Begeisterung des Andreas Kofler galt eigentlich dem Fußball. "Zum Skispringen bin ich eigentlich nur gekommen, weil mein damals bester Freund immer montags, mittwochs und freitags zum Training gefahren ist, und ich mir dachte, was der da wohl macht", erinnert sich Kofler zurück. Als er sich dann dem Skispringen zuwandte, musste er sich entscheiden - und er entschied sich mit 10 für das Fluggefühl und gegen sein Ballgefühl.

Der Sport hat ihm auch geholfen, die Scheidung seiner Eltern zu verkraften. Eine Trennung, die ihn als Kind sehr lange belastet hatte. Dabei hatte er davor im Alter von sieben Jahren sogar eineinhalb Jahre in den USA (Barrington/Rhode Island) gelebt, weil sein Vater dort beruflich engagiert war. Für Kofler ist gerade auf Grund dieser Vorgeschichte die Familie sein Ein und Alles. Seine Mutter Renate und seine Schwester Daniela bedeuten ihm sehr viel. Mit seinem ersten Preisgeld hat er den beiden Geschenke gekauft.

Der immer freundliche "Naturbursch", der ursprünglich in Telfes - nur 1,5 km von Fulpmes, dem Heimatort von Gregor Schlierenzauer entfernt - aufgewachsen ist, hatte schon 2002/03 sein Talent bewiesen. Er wurde damals als bester Österreicher Gesamt- Vierter der Vierschanzen- Tournee. Sieben Jahre später steht er ganz oben.

 
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