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Weltcupstand Herren - 06.01.2018
01 Kamil Stoch
POL
723  
02 Richard Freitag
GER
711  
03 Andreas Wellinger
GER
569  
04 Daniel Andre Tande
NOR
485  
05 Junshiro Kobayashi
JPN
410  
06 Stefan Kraft
AUT
399  
07 Anders Fannemel
NOR
360  
08 Johann Andre Forfang
NOR
352  
09 Markus Eisenbichler
GER
312  
10 Robert Johansson
NOR
294  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2018
01 Deutschland
GER
3062  
02 Norwegen
NOR
3027  
03 Polen
POL
2438  
04 Österreich
AUT
1602  
05 Slowenien
SLO
1318  
06 Japan
JPN
1212  
07 Schweiz
SUI
434  
08 Russland
RUS
130  
09 Finnland
FIN
115  
10 USA
USA
17  
 

Tournee - Toni Innauer erinnert sich

Die Tournee gilt als Klassiker des nordischen Sports und eine Unzahl an Dramen, Kuriositäten und Erinnerungen werden mit ihr verbunden. Einer, der mit der Tournee seit Jahrzehnten als Sportler, Trainer und Funktionär eng verbunden ist, reist mit einer Ladung voll Erinnerungen an: Der nordische Direktor des ÖSV, Toni Innauer.

"Ich bin dermaßen befangen, wenn man von der Vierschanzen-Tournee redet, weil ich nicht weiß, wo anfangen. Ich habe ja selbst schon weit mehr als 40 mit gemacht", meinte er lachend. "Ich erinnere mich noch gut an das 25-Jahr-Jubiläum. Es gibt viele für mich vor allem bittere Erinnerungen an die Tournee - und natürlich auch sehr viele schöne." Der Vorarlberger, dem ein Tournee-Gesamtsieg noch heute schmerzlich in seiner persönlichen Erfolgsbilanz fehlt, blickt mit einer gehörigen Portion Selbstironie zurück.

"Wenn ich so realisiere, wie lange ich schon dabei bin, dann fällt mir ein, wie ich vor über 20 Jahren, wenn ich den Luis Trenker im Fernsehen gesehen hab', gedacht hab': Der Luis Trenker ist die ärmste Sau, der muss immer noch seine alten Gstanzeln erzählen - und mittlerweile bin ich in der gleichen Situation. Es ist erbärmlich."

Der Stellenwert der Tournee ist für Innauer aber ein ganz besonderer. "Da haben wir als Kleinkinder schon im Schwarz-Weiß-Fernsehen zugeschaut. Dann mussten wir uns erst einmal qualifizieren, bis wir dann endlich einmal dabei waren. Bei mir war's so, dass ich das erste Mal in Oberstdorf nicht springen hab dürfen, weil ich vom Arzt als noch zu jung empfunden wurde."

Innauer spricht diesem nachweihnachtlichen Großevent sogar eine bestimmende Rolle in seinem Leben zu. "Ich hab' schon so viel erlebt bei dieser komischen Veranstaltung, dass ich schon gar nicht mehr weiß, was ist das eigentlich! Sie hat mein Leben bestimmt, weil ich noch nie seit ich denken und feiern kann, einen normalen Silvester gehabt hab'. Weil ich entweder in Garmisch mit der Mannschaft war oder ins Bett habe gehen müssen, oder Sportdirektor gewesen bin und Ansprachen habe halten müssen. Die Tournee hat im Grunde genommen, man kann nicht sagen mein Leben versaut, aber mein Leben erschwert, aber auch viele schöne Stunden beschert."

Dass er dieses Kräftemessen nie gewonnen hat, wurmt Innauer noch heute. "Ich hab' die Tournee fast nie fertig gemacht, deshalb auch nie gewonnen." Wegen großer Materialprobleme ist er, so gibt er heute zu, sogar ein Mal frühzeitig mit vorgetäuschter Krankheit aus Oberstdorf abgereist. Bitter ist der Rückblick auf den Bewerb 1975/76: Damals gewann Innauer in Oberstdorf, Garmisch und Bischofshofen - Gesamtsieger wurde damals aber der nur in Innsbruck siegreiche Jochen Danneberg: "Da bin ich nur Gesamt-Vierter geworden und das spricht ja voll gegen das Reglement der Tournee, weil das dürfte normalerweise nicht passieren." Als Betreuer hatte er mehr Glück. "Als Sportdirektor war ich in dritter Instanz am Sieg des Andi Widhölzl und des Andi Goldberger mitbeteiligt", tröstet sich Innauer.

 

 
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