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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

Wissenswertes über den Sportlerkörper: Das Herz

(mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von W. Kindermann Institut für Sport- und Präventivmedizin, Universität Saarbrücken) Das Sportherz ist ein harmonisch vergrößertes Herz, da alle Herzhöhlen betroffen sind. Die vermehrte Volumenbelastung durch sportliche Betätigung führt zu einer Dilatation und Hypertrophie (exzentrische Hypertrophie). Die Herzvergrößerung bedeutet Leistungsreserve und damit erhöhte Leistungsfähigkeit, während sie bei Herzpatienten einen Kompensationsmechanismus darstellt. Aufgrund einer Vielzahl von Untersuchungen an Herzen von Hochleistungssportlern besteht heute weitgehend Konsens, dass ein vergrößertes Sportherz gesund ist und einen physiologischen Anpassungsvorgang bedeutet.

Das Ausmaß der Herzvergrößerung wird von der Dauer, Intensität und Art der körperlichen Belastung bestimmt. Entscheidend ist der Ausdaueranteil einer Sportart. Leistungssportler in Ausdauersportarten weisen die größten Sportherzen - bezogen auf das Körpergewicht – auf (Langstreckenläufer, Skilangläufer, Straßenradrennfahrer, Triathleten). Sprint- und Krafttraining führt zu keiner Sportherzvergrößerung. Genetische Einflüsse können bei identischer sportlicher Belastung zu unterschiedlichen Herzgrößen führen. Ein vergrößertes Sportherz ist sehr viel seltener als allgemein angenommen wird. Beispielsweise müssen wöchentlich mindestens 60 - 70 km mit ausreichender Intensität gelaufen bzw. mindestens 5 Stunden Ausdauersport betrieben werden, um eventuell ein Sportherz zu entwickeln.

Eine Sportherzvergrößerung ist auch im Kindesalter und im mittleren bis höheren Lebensalter möglich. Bei sportlichen Aktivitäten von Herzpatienten entsteht kein Sportherz, vorausgesetzt, es wird kein Ausdauersport mit hohem Umfang betrieben.
 

Herzgröße

Die Herzgröße wird in der Regel als absolutes oder relatives (körpergewichtsbezogenes)
Herzvolumen angegeben und kann röntgenologisch oder echokardiographisch bestimmt werden. Die normale Herzgröße beim männlichen und weiblichen Geschlecht liegt bei 10 - 12 (Grauzone bis 13) und 9 - 11 (Grauzone bis 12) ml/kg Körpergewicht. Ein oberer Grenzwert von 20 ml/kg Körpergewicht scheint nicht überschritten zu werden. Wesentliche geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der trainingsbedingten Herzgrößenzunahme bestehen nicht. Da aber das relative Herzvolumen bei untrainierten Frauen kleiner ist als bei untrainierten Männern, sind auch die größten weiblichen Sportherzen kleiner. Ein kritisches Herzgewicht von im Mittel 500 g bzw. 7,5 g/kg Körpergewicht wird nicht überschritten.

Arbeitsweise des Sportherzens

In Ruhe und für eine gegebene Belastungsintensität wird das Schlagvolumen erhöht, die Herzfrequenz gesenkt; Herzzeitvolumen und arteriovenöse Sauerstoffdifferenz bleiben nahezu unverändert. Maximales Schlagvolumen und maximales Herzzeitvolumen korrelieren mit der Herzgröße und können im Einzelfall fast doppelt so hoch sein wie bei Untrainierten. Die maximale Herzfrequenz ist unverändert oder liegt geringfügig niedriger, die maximale arterio-venöse Sauerstoffdifferenz ist leicht erhöht. Die Fluss-Druck-Beziehung in Ruhe und während Belastung zeigt keinen wesentlichen Unterschied zwischen Athleten mit Sportherz und Normalpersonen.

Herzfrequenzmessung Ruhe-Hf

zur Kontrolle des Gesundheitszustandes [mehr als 10 Schläge pro Minute erhöht ist Infektanzeichen]

Trainings-Hf

zur Leistungskontrolle, Trainingssteuerung

Maximale-Hf

ist abhängig von Alter, Geschlecht, sportartspezifischer Leistungsfähigkeit, psychischer
Leistungsbereitschaft, muskulärer Mobilisationsfähigkeit bei Kindern und Frauen höher
dient zum ableiten der Trainings-Hf nach Maximal-Test

Erholungs-Hf

Hf-Rückgang nach Belastungsende zur Beurteilung des Trainingszustandes/der
Regenerationsfähigkeit[je schneller, desto besser] Rückgang ist auch abhängig von Dauer und Intensität der Belastung[je länger, intensiver, desto langsamer der Rückgang]

Hf-Variabilität

Fluktuation der Schläge durch dauernde Änderung der nervalen Erregung (Sympathicus
beschleunigend; Parasympathicus-dämpfend), des Blutdrucks, der Atmung, der
Wärmeregulierung, lässt Rückschlüsse auf den Entspannungszustand zu (niedrige
Variabilität-Sympathicus-physischer-, psychischer Streß); Variabilität sinkt im Alter
 

Einflußfaktoren auf die Herzfrequenz

  • Art, Intensität, Dauer der Belastung
  • Temperatur, Luftfeuchte (Körperkerntemperatur um 2-3°C erhöht, ca.15-20 Schläge mehr pro Minute; somit Hitzeakklimatisation von min. 5-7 Tagen)
  • Höhe; Hf steigt mit zunehmender Höhe, somit schlechtere Erholung, regulatorische Anpassung frühestens nach 1-2 Wochen in der Höhe, optimaler Termin für WK nach
    Höhentraining ist im allg. nach 12-16 Tagen
  • Kleidung(Temperatur)
  • Ernährung; durch Nahrungsaufnahme steigt Hf um 10-20 Schläge/Minute und Lactat um 12mmol/l

Mögliche Ursachen für Herzfrequenzveränderungen und Folgerungen daraus:

  • Ruhe-Hf stark erhöht – Übertraining, Infekt - Pause
  • Hf erreicht nicht gewohnten Wert beim Tempotraining – Übertraining; Glykogenverarmung - kein Tempotraining, mehr GA1
  • Hf max wird im Test nicht erreicht – Glykogenverarmung, fehlende Motivation, geringe muskuläre Mobilisation - Umfänge reduzieren, Motoriktraining (Sprints)
  • langsamere Erholung der Hf – zu hohes Tempo, Erschöpfung, Flüssigkeitsmangel -Regeneration, geringere Intensität
  • Erholungs-Hf sinkt in ersten 2 Minuten ungewöhnlich schnell – Übertraining
  • Motoriktraining
  • niedrige Herzfrequenzvariabilität – Streß, Überbeanspruchung - Rekom, Entspannung

Hf-max-Test

nach langem, aeroben Training; starker Belastung; ungenügender Erholung ist kein Erreichen der Hf max möglich alle 4-6 Wochen Kontrollwiederholungen

  • Schwimmen – Einschwimmen mit 3 kurzen Steigerungen, 1min Pause, 400m Wettkampf mit Endspurt
  • Rad – 30 min Einfahren mit 3 Antritten, 2-3km Wettkampf mit Endspurt
  • Lauf – 15min Einlaufen mit 3 Steigerungen, 1000m Wettkampf mit Endspurt; oder Conconi-Test

Conconi-Test

Basis: im submaximalen Bereich steigt die Hf linear zur Geschwindigkeit, bei weiterer Steigerung abknicken der Kurve, sog. Conconi-Schwelle [Beginn eines vermehrt anaeroben Stoffwechsels]

Durchführung: Lauf – 10min Einlaufen; 8-20x 200m mit progressiv steigenden Geschwindigkeiten (beginnend z.B.: bei 12km/h und so lange um 0,5km/h steigern, bis man die Geschwindigkeitsvorgabe nicht mehr schafft Rad – Einfahren, alle 400m um 1km/h erhöhen bei konstanter Übersetzung

 
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