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04.01.2018: 66. Vierschanzentournee - Kamil Stoch bleibt weiterhin unbesiegt, Richard Freitag stürzt

Kamil Stoch bleibt bei der 66. Ausgabe der Vierschanzentournee das Maß der Dinge. Nach seinen Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen triumphierte der Pole auch am Donnerstag auf dem Innsbrucker Bergisel vor dem Norweger Daniel Andre Tande und dem Deutschen Andreas Wellinger. Der Doppelolympiasieger von 2014 kann nun am Samstag in Bischofshofen nicht nur den Tournee-Sieg abholen, sondern auch den Grand Slam von Sven Hannawald wiederholen. 

Saisonübergreifend hat Stoch den Grand Slam schon geschafft - er hatte den vergangenen Schlussbewerb in Bischofshofen gewonnen. „Ich bin zufrieden und meinem Team sehr dankbar“, sagte der 30-jährige Stoch. „Wir werden sehen, was passiert. Ich muss meinen Job machen, " wehrt er immer noch alle Gedanken an den Tourneesieg un den Grand-Slam ab.

Für Richard Freitag ist der Traum vom Gesamtsieg hingegen vorzeitig beendet. Der deutsche Hoffnungsträger stürzte im ersten Durchgang nach einem Flug auf 130 Meter und hat damit keine Chancen mehr auf den Goldenen Adler.

Freitag hielt sich kurz den rechten Arm, verließ die Schanze aber auf eigenen Füßen und winkte ins Publikum. Von gröberen Verletzungen dürfte er nach einer ersten Diagnose verschont geblieben sein, wegen großer Schmerzen musste er aber den zweiten Durchgang auslassen, und begab sich in die Klinik um bei einem MRT abklären zu lassen ob tatsächlich keine Verletzungen vorhanden sind. 

Teamarzt Mark Dorfmüller: „Für die erste Diagnostik kann ich Entwarnung geben, aber wir müssen abwarten.“

"Schade, dass dieser großartige Sportler hier nicht belohnt wird", sagte der deutsche Bundestrainer Werner Schuster im ZDF und kritisierte die Jury: "Es war definitiv zu viel Anlauf. Ich habe das gestern schon befürchtet. Bei diesen Bedingungen darf man nie und nimmer so weit springen lassen." 

Auch der Sieger des heutgen Tages fand tröstende Worte für Freitag. "Mir tut es sehr leid für Richard, denn wir hatten einen sehr tollen Kampf um den Tourneesieg, und das es nun so endet das wünscht man keinem. Ich hoffe das ihm nichts passiert ist, und er in Bischofshofen wieder mit von der Partie ist," so Stoch.

Für das seit Wochen schwer gebeutelte ÖSV-Team von Cheftrainer Heinz Kuttin gab es vor 16 300 Zuschauern am Bergisel wiederum nichts zu holen. Nur drei von elf Österreichern schafften den Einzug ins Finale der besten 30. Stefan Kraft konnte seinen fünften Platz von der Qualifikation nicht bestätigen, und rutschte nach techscnichen Problemen in der Ergebnisliste des Endklassements auf den 24. Platz zurück. 

„Es hat mich im Sprung wieder so verzogen“, kommentierte Kraft dann im Interview seinen zweiten Sprung. „Das ist ganz komisch, denn es hat sich besser angefühlt als das, was rausgekommen ist.“ Die Frage nach Verunsicherung musste der Salzburger bestätigen, hofft, aber auf der heimischen Schanze in Bischofshofen wieder in die Spur des Erfolgs zurück zu finden.

Impressionen vom heutigen Bewerbstag finden sie nun in der Galerie: Bilder Bewerb

Fotos von der Qualifikation finden sie in der Galerie: Bilder Qualifikation Innsbruck

4 Schanzen Tournee Geschichte in der Link-Box: Wenn sie an der Geschichte der 4 Schanzen Tournee interessiert sind empfehlen wir ihnen die Links am rechten Bildrand, die sie zu interessanten Geschichten rund um die Tournee führen
 
Aktuelles zu Sportsplanet: Wie sie wahrscheinlich unschwer erkennen können, befindet sich die Webseite in einer Neugestaltung, weswegen auch die einzelnen Bereiche nicht aktuell sind. Über die Vierschanzentournee wollen wir aber für sie gerne in Wort und Bild aktuell berichten!
Das war die Qualifikation:

Als Qualifikationssieger bei der dritten Station der 66. Vierschanzentournee in Innsbruck darf sich Junshiro Kobayashi feiern lassen. Der Japaner segelte auf 131 Meter und sicherte sich damit den Sieg im Ausscheidungsspringen vor dem polnischen Tournee-Leader Kamil Stoch, der mit 127,5 Metern zu überzeugen wusste. Knapp dahinter folgt Richard Freitag aus Deutschland mit seinen 125 Metern.
 
Die Qualifikation war gekennzeichnet von schwierigen Bedingungen. Zwischenzeitlich schüttete es wie aus Kübeln, dazu wehte teils böiger Wind. Die Jury musste dadurch die Konkurrenz sogar einmal für 15 Minuten unterbrechen. Im Unterschied zum zweiten Trainingssprung, der aufgrund der Wetterverhältnisse abgebrochen werden musste, konnte das Ausscheidungsspringen aber komplett über die Bühne gebracht werden.
 
Bester der zuletzt so stark gescholtenen Österreicher war Stefan Kraft. Der Salzburger setzte bei schwierigen Verhältnissen 127,0 Meter in den Auslauf und belegte 5,6 Punkte hinter Qualisieger Kobayashi Rang fünf. "Mein Selbstvertrauen auf der Schanze könnte natürlich besser sein, aber ich habe einfach versucht einen lockeren Sprung zu machen. Das gelingt schon ganz gut, und ich muss jetzt einfach Step by Step nach vorne arbeiten, so Kraft. "Morgen wäre ich zufrieden mit einem Zop 10, oder Top 5 Platz, aber auch ein Podest ist möglich. Drauf habe ich es, das weiß ich," erklärte der Salzburger sichtlich gelöster als noch in Garmisch-Partenkirchen.
 

Das war das Training:

Den ersten und einzigen Trainingsurchgang am Innsbrucker Bergisel konnte bei widrigsten Bedingungen der Pole Kamil Stoch mit einem Sprung auf 130,5 Meter für sich entscheiden.  Auf Rang zwei folgt sein polnischer Landsmann Stefan Hula mit 127,5 Metern. Den dritten Platz belegt Stephan Leyhe aus Deutschland (125 Meter). 

Vorbericht:

Nach einem Ruhetag, den die Athleten unterschiedlich genützt haben, so waren beispielsweise die Deutschen Springer bei einem Fahrsicherheitstraining ihres Partners Audi, die Österreicher wiederum absolvierten den schwierigen Spießrutenlauf durch die heimische Presse und versuchten sich mit einem Hallen-Fußballmatch abzulenken, geht es am heutigen Tag am Innsbrucker Bergisel mit dem offiziellen Training und der Qualifikation für den dritten Bewerb der 66. Vierschanzentournee weiter. 
 
Nicht mehr mit von der Partie sind die französischen Athleten Jonathan Learoyd und Vincent Descombes Sevoie."Vincent ist ausser Form, wir werden in den kommenden Tagen mit ihm trainieren. Jonathan ist nach den anstrengenden Wettkämpfen der vergangenen Wochen müde. Er wird sich nun auf die Junioren WM die vom 27.01. - 04.02. in Kandersteg (SUI) stattfindet konzentrieren“ erklärt Co-Trainer Robert Treitinger.
 
Nichts desto trotz verspricht schon der heutige Tag spannend zu werden, sofern es denn das Wetter zulässt, denn für Innsbruck sind Regen und Schnee, so wie leichter Wind vorhergesagt. 
 
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