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Weltcupstand Herren - 06.01.2019
01 Ryoyu Kobayashi
JPN
956  
02 Piotr Zyla
POL
529  
03 Kamil Stoch
POL
504  
04 Stephan Leyhe
GER
411  
05 Karl Geiger
GER
394  
06 Johann Andre Forfang
NOR
360  
07 Dawid Kubacki
POL
352  
08 Stefan Kraft
AUT
351  
09 Markus Eisenbichler
GER
329  
10 Robert Johansson
NOR
303  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2019
01 Deutschland
GER
1915  
02 Polen
POL
1904  
03 Japan
JPN
1530  
04 Norwegen
NOR
1094  
05 Österreich
AUT
1025  
06 Slowenien
SLO
694  
07 Russland
RUS
450  
08 Schweiz
SUI
416  
09 Tschechien
CZE
358  
10 Finnland
FIN
162  
 
Vierschanzentournee-Wertung - 06.01.2019
01 KOBAYASHI Ryoyu
JPN
1098  
02 EISENBICHLER Markus
GER
1035  
03 LEYHE Stefan
GER
1014  
04 KUBACKI Dawid
POL
1010  
05 KOUDELKA Roman
CZE
1006  
06 STOCH Kamil
POL
994  
07 STJERNEN Andreas
NOR
988  
08 JOHANSSON Robert
NOR
983  
09 HUBER Daniel
AUT
970  
10 PEIER Killian
SUI
959  
 
01
0  
01
0  
01
0  
01
0  
01
0  
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0  
01
0  
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0  
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0  
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0  
 

22.11.2013: Schlierenzauer - Sochi, und dann?

Gregor Schlierenzauer startet am Wochenende in Klingenthal in seine siebente volle Saison. Mit 23 Jahren hat der Weltcup-Titelverteidiger bereits fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nur eine Sache fehlt noch in der Sammlung: Einzel-Gold bei Olympia. Im Februar in Sotschi will der Tiroler dieses Versäumnis nachholen - und sich dann Gedanken über seine weitere sportliche Zukunft machen.

Am 9. Februar hat Schlierenzauer in Krasnaya Polyana beim Bewerb von der Normalschanze die erste Chance auf Gold. „Das muss das Ziel sein, das will ich auch erreichen. Ich werde versuchen, Richtung Februar in Topform zu sein, was dort passiert, steht aber in den Sternen“, sagte Schlierenzauer in einem APA-Interview. Einen Olympiasieg mit der Mannschaft hat er seit Vancouver 2010 bereits, in den Einzel-Bewerben holte der 23-Jährige bei seinen ersten Spielen zweimal Bronze.

Allzu sehr auf Sotschi will sich Schlierenzauer aber nicht konzentrieren. Immerhin gibt es im Weltcup viel zu verteidigen. Gesamtsieg, Titel bei der Vierschanzentournee und auch der Ausbau seiner Bestmarke an Weltcup-Siegen (50) stehen auf der Agenda. Zu diesem Zweck stockte Schlierenzauer im Sommer sein persönliches Trainerteam auf. „Natürlich war ich extrem erfolgreich, aber es war mein Wunsch auch Richtung Olympia und danach, mit dem Stützpunkttrainer alles auf eine breitere Basis zu stellen, alles individueller anzulegen“, so der Tiroler.

Mit der bisherigen Vorbereitung war der 50-fache Weltcup-Sieger jedenfalls zufrieden („Es hat schon Früchte getragen“), von einer neuerlichen Dominanz will Schlierenzauer jedoch nichts wissen. „Sicher kann man sich nie sein, das ist ja das Schöne im Sport. Natürlich habe ich ein gewisses Selbstvertrauen und eine gewisse Routine, dass ich es kann. Die Hausaufgaben sind jedenfalls erledigt“, sagte der 23-Jährige. Sein Motto: „Ich schaue von Wettkampf zu Wettkampf, auch wenn es keiner mehr hören will.“

Über allem stehen aber die olympischen Sprungbewerbe. Und der Ausgang im Februar könnte auch für die weitere Karriere des 23-Jährigen entscheidend sein. Denn ob sich Schlierenzauer nach dem letzten fehlenden Stein in seinem Erfolgspuzzle weiter motivieren kann, ist genauso offen, wie die Frage, ob er es im schlimmsten Fall 2018 in Pyeongchang noch einmal versuchen wird. „Keine Ahnung, da bin ich sehr flexibel. Das ist auch ein Bauchgefühl, wenn ich Freude und Pfeffer im Hintern habe, dann werde ich bis dahin weitermachen“, sagte Schlierenzauer.

Der Tiroler wäre nicht der erste erfolgreiche Skispringer, der in jungen Jahren den Schanzen Lebewohl sagt. Auch der ehemalige nordische Sportdirektor Toni Innauer machte 1980 nach Olympiagold in Lake Placid im Alter von 22 Jahren Schluss. Allerdings war bei Innauer auch eine schwere Knöchelverletzung mit ein Grund aufzuhören. „Es kann passieren, dass ich einmal von der Bildfläche verschwinde“, so Schlierenzauer, der aber seine Fans noch beruhigt: „Ich bin nach wie vor sehr jung und auch erfolgshungrig. Wie gesagt, ich lasse mir das offen.“

Die Konkurrenz wird jedenfalls alles daran setzen, dass Schlierenzauers Erfolgshunger bei Olympia und im Weltcup nicht gestillt wird. Der 23-Jährige stellt sich auch auf eine harte Saison ein. „Wenn man den Sommer-Grand-Prix beobachtet hat, dann weiß man, dass die Deutschen sich wieder weiterentwickelt haben und sehr, sehr stark waren. Sie werden ein Wörtchen mitreden“, sieht Schlierenzauer das Nachbarland als schärfste Konkurrenz, „und dann gibt es noch die üblichen Verdächtigen wie die Norweger und Polen, von denen ich Krzysztof Biegun neu auf der Rechnung habe.“

Nur die Konkurrenz im eigenen Lager, wie Andreas Kofler und Thomas Morgenstern, kann Schlierenzauer aufgrund seines verstärkten individuellen Trainings nicht so richtig einschätzen. „Das ist schwer zu sagen, ich habe mich vor allem auf mich konzentriert. Natürlich sind wir ein extrem erfolgreiches Team. Wir versuchen alle unser Bestes, damit das so bliebt“, so der Weltcup-Titelverteidiger, „es wird jedenfalls eine sehr interessante Saison.“

Nur vor einem fürchtet sich Schlierenzauer nicht: Janne Ahonen, der mit 36 zum zweiten Mal ein Comeback im Weltcup versucht. „Ich glaube nicht, dass er um den Sieg mitspringen kann, er hat nicht die neueste Technik. Er kann in die Top Ten, die Top Fünf oder mit Glück auf das Podest kommen“, so Schlierenzauer, der mit dem 13 Jahre älteren Ahonen immerhin eines gemeinsam hat: Auch der fünffache Tourneesieger aus Finnland durfte bei olympischen Spielen in den Einzel-Bewerben noch nie auf dem obersten Podest stehen.

 
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