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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 
Weltcupstand Damen - 11.12.2016
01 Sara Takanashi
JPN
360  
02 Daniela Iraschko-Stolz
AUT
250  
03 Yuki Ito
JPN
242  
04 Jacqueline Seifriedsberger
AUT
215  
05 Maren Lundby
NOR
199  
06 Irina Avvakumova
RUS
142  
07 Ema Klinec
SLO
128  
08 Anna Rupprecht
GER
127  
09 Maja Vtic
SLO
126  
10 Katharina Althaus
GER
121  
 
COC-Werung Herren - 28.12.2016
01 Cene Prevc
SLO
280  
02 Daniel Huber
AUT
265  
03 Halvor Egner Granerud
NOR
248  
04 Elias Tollinger
AUT
239  
05 Florian Altenburger
AUT
237  
06 Sebastian Colloredo
ITA
221  
07 Joakim Aune
NOR
220  
08 Anze Semenic
SLO
214  
09 Jan Ziobro
POL
183  
10 Tom Hilde
NOR
180  
 

24.11.2013: Saisonstart in Klingenthal wird zur Farce mit Premierensieger Biegun

Gutgegangen, fast nichts geschehen. Den zuständigen Herren im internationalen Skiverband, allen voran Renndirektor Walter Hofer, ist dieses Resümee über den Event im Vogtland nicht zu verdanken. Sie riskierten die Gesundheit der Sportler - fast bis zum Schluss unter Mithilfe der Betroffenen und ihrer Trainer. Während der nur in einem Durchgang gesprungene Teambewerb trotz böigen, unberechenbaren Windes am Samstag ohne Unfall über die Bühne ging, stürzte Andreas Kofler im Einzelbewerb am Sonntag schwer. Seitenwind hatte die Landung des Tirolers deutlich erschwert, der 29-Jährige krachte gegen die Bande, musste ins Krankenhaus gebracht werden. Nach ersten Meldungen ist Kofler allerdings mit Prellungen glimpflich davongekommen.

 

 

Das Klingenthal im zweiten Novemberdrittel völlig schneefrei sein würde, war ebenso nicht vorhersehbar gewesen wie das Sauwetter an diesem Wochenende. Die Entscheidung, dem fast schon traditionellen nordischen Saisonauftakt in Kuusamo, Finnland, ein Weltcupwochenende der Skispringer voranzustellen, war vor allem aus kommerziellen Gründen gefallen. In Lappland sind die Zuseherzahlen stets überschaubar gewesen, dafür gab's verlässlich schöne Winterbilder als Appetizer. Nach Klingenthal waren wie erwartet mehr Menschen gekommen, 7500 am Samstag, bedauernswerte 7900 am Sonntag - um die Olympiasaison abheben zu sehen. Dafür waren die TV-Bilder insgesamt eher zum Abgewöhnen.

Ganz zu schweigen vom Versuch, ordentlichen Sport zu zeigen. Der seit März konservierte Schnee im Aufsprung der Vogtland Arena erwies sich schon im Mannschaftsspringen, das Slowenien vor Deutschland und Japan für sich entschied, als ziemlich gefährlich, der Wind ebenfalls. Österreichs Quartett - Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer -, bei weitem noch nicht so weit, um die Konkurrenz geschlossen in die Schranken zu weisen, belegte hinter Polen, aber vor Norwegen Rang fünf.

Der Einzelbewerb wurde zu einem gefährlichen, mehrfach verschobenen Witz bei Schneetreiben. Nach etwas mehr als eineinhalb Stunden, nach Koflers Sturz und langem Zuwarten zwischen den Springern packten der Norweger Anders Bardal und Primus Schlierenzauer ihre Sachen, verzichteten also auf ihre Sprünge. "Ich habe beiden gesagt, dass sie die besten Springer sind und sich die Sache durch den Kopf gehen lassen sollen. Die besten Springer sollen nicht zum Spielball werden", sagte Österreichs Coach Alexander Pointner, ehe er selbst die Stätte der Unvernunft verließ.

Die Jury erwog kurzzeitig sogar einen zweiten Durchgang, ließ es aber dann doch bei einem bewenden, den der Pole Krzysztof Biegun mit einem Satz auf 142,5 Meter für sich entschied. Der 19-Jährige hatte im Weltcup davor erst einmal gepunktet, als 30. beim Skifliegen in Oberstdorf. Rang zwei in einer, angesichts der Geschehnisse, völlig zur Randnotitz gewordenen Ergebnisliste ergatterte sich der Deutsche Andreas Wellinger vor dem Slowenen Jurij Tepes.

Man kann nur hoffen, dass eine solch bodenloste Frechheit gegenüber Sportlern, Zuschauern und Verantwortlichen von der Jury nicht noch einmal zugelassen wird, und das die restliche Weltcupsaison 2013/14, in der es immerhin mit Olympia und der Skiflug-WM zwei große Höhepunkte, zu denen sicherlich alle Athleten gesund und munter anreisen wollen, gibt, in geordneteren Bahnen verläuft als es in Klingenthal der Fall war.

Statments der Top 3 Athleten:

Krzysztof Biegun (POL): "I didn't expect at all that i would win here. I'm very happy now. It was not easy today but I was jumping well."

Andreas Wellinger (GER): "I had a good jump and I'm happy about the result. The competition wasn´t totally fair, but still the result counts. I would have waited for the decision of the jury or the coach before I decide not to jump. But everyone has to make his own decisions."

Jurij Tepes (SLO): "The conditions were not easy. Of course I'm happy about the result. I don't want to comment on the decisions of the jury."

Das war das Training:

Den ersten Trainingsdurchgang der Weltcupsaison 2013/14 entschied der Pole Piotr Zyla mit einem Satz auf 134 Meter für sich. Dahinter rangieren mit Taku Takeuchi (130,5 Meter) und Severin Freund (122 Meter) zwei Springer aus Japan und Deutschland . Rang vier belegt der Österreicher Gregor Schlierenzauer, der bei 131 Metern landete.

Im zweiten Umlauf war es dann erneut Piotr Zyla, der abermals auf 134 Meter segelte, und sich die Spitzenposition in diesem Durchgang sicherte. Rang zwei geht an Simon Ammann aus der Schweiz (135,5 Meter), gefolgt vom Slowenen Robert Kranjec, der mit 139,5 Metern die Höchstweite des Trainings stand.

Vorbericht - Klingenthal:

Am Wochenende beginnt die Weltcup-Saison der Skispringer, nach vielen Jahren mit dem Auftakt in Finnland finden die ersten Bewerbe heuer im deutschen Klingenthal statt. Der absolute Höhepunkt des Winters sind die Olympischen Spiele in Sochi, es gibt aber auch viele weitere Herausforderungen, wie den Gesamtweltcup.

Titelverteidiger in dieser Wertung ist der Österreicher Gregor Schlierenzauer. Für den 50-fachen Weltcup-Sieger geht die Rekordjagd weiter. Auch wenn ein dritter Gesamtweltcup-Sieg, ein dritter Tourneesieg en suite oder die Skiflug-WM in Harrachov tolle Herausforderungen für ihn sind - ganz oben steht der Wunsch nach Olympia-Einzel-Gold.

Den ersten Schritt dahin macht der Tiroler, wie all seine Kollegen, heute beim Training und der Qualifikation für den ersten Einzelbewerb der neuen Saison in Klingenthal.

Vorbericht - Reglement:

Wie fast jedes Jahr gibt es auch heuer Neuerungen im Regulativ: Einerseits an den Anzügen, andererseits bei der von den Cheftrainern gewählten Anlaufverkürzung. Die Nähte der Anzüge müssen nun an der Vorder- und Rückseite deckungsgleich sein, und wenn man mit selbst gewähltem verkürzten Anlauf springt, muss man zumindest 95 Prozent der Hillsize erreichen, sonst gibt es Punkteabzüge. Damit soll der Missbrauch der eigentlich aus Sicherheitsgründen eingeführten Regel für taktische Überlegungen ausgeschaltet werden.

Der Taschenrechner im Schanzenauslauf wird also noch mehr als bisher gefordert sein. Dem will der Internationale Skiverband (FIS) etwas vorbeugen. „Die Zuschauer sollen künftig eine eingeblendete Linie sehen, wie weit ein Springer hüpfen muss, damit er die Führung übernimmt“, sagte Renndirektor Walter Hofer. „Die Technologie wird zeigen, ob wir das tun können.“

Lesen sie weitere Details zum neuen Wertungssystem in unserem Artikel: Wertungssystem wird noch komplizierter

 
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Kommentare (1)
 
Müller
Die äußeren Bedingungen (Wind) waren nicht sprungtauglich, aber den konservierten Schnee als gefährlich einzustufen ist eine Frechheit gegenüber dem Veranstalter! Die Anlage war bzw. ist von der Präparation her gesehen immer noch in einem Top Zustand!
von Hans am 27.11.2013 um 19:42