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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

Stützpunkte in Österreich: Stams

Am 25. September 1967 ist der große Tag für die Schule. Im Stift Sams beginnt der Unterricht in der 5. Klasse des Realgymnasiums für Skisportler. Die amtliche Bezeichnung für die Schule lautete: Aufbaugymnasium und Aufbaurealgymnasium des Stiftes Stams in Stams. Diese wurde aber sehr schnell im Sprachgebrauch durch Schigymnasium ersetzt. Die Schule kann anfangs nur von Buben besucht werden, steht nur alpinen Skiläufern offen und ist noch in JahrgangskZu Beginn des Schuljahres 1969/70 werden erstmals auch 5 Mädchen aufgenommen. Für sie wird extra in einem Bauernhof eine Unterkunft eingerichtet.

Es wurde auch ein neues Schulmodell entwickelt, mit dem der damalige Direktor P. Dr. Bernhard Slovsa auf Organisationsschwierigkeiten reagierte. Im darauffolgenden Schuljahr traten erstmals auch Skispringer und nordische Kombinierer in das Gymnasium ein, unter anderem auch der spätere Olympiasieger Karl Schnabl. Einen wichtigen Fortschritt brachte der Eintritt von Baldur Preiml als Lehrer in die Schule: Die 50-m-Schanze wurde gebaut 1971/72 ist es endlich soweit, die ersten Reifeprüfungen finden statt. Von den 1967 eingetreten 15 Schülern sind 10 im Laufe der Zeit abgesprungen, die restlichen 5 haben die Reifeprüfung im ersten Anlauf geschafft. Zum ersten Mal die weiße Fahne am Schigymnasium Stams. Die Schule ist nun voll ausgebaut und betreut 84 Schüler, 67 Burschen und 17 Mädchen. Aufgrund dessen wurde die Schule im Jahre 1972 schulrechtlich aus dem Meinhardinum herausgelöst und bekam eine eigene Schulleitung. Im Zuge dessen übernimmt ein neuer Schulerhalter das Zepter: Der "Verein Internatsschule für Schisportler in Stams" nimmt am 1. April 1973 seine Arbeit auf. Mitglieder sind die Republik Österreich, das Land Tirol und das Stift Stams.
lassen organisiert.

1974 war es dann auch für die ersten Langläufer so weit, dass sie in die Schule eintreten konnten, 2 Mädchen und 3 Buben. Baldur Preiml wird im Sommer Trainer der Springer-Nationalmannschaft. Er war es auch, der den Umbau der Sprungschanze zu einer Mattenschanze erwirkte. 1974 beginnt die erste Trainersaison für Preiml sensationell: Ein Stamser Schüler, Willi Pürstl, gewinnt die Intersport-Springertournee, Karl Schnabl gewinnt im Laufe dieser Tournee bei drei Bewerben - das "österreichische Springerwunder" ist öffentlich geworden. Im Juli darauf wird die Stamser Mattenschanze mit einem Eröffnungsspringen offiziell in Betrieb genommen. Im Schuljahr 1975/76 wird an der Internatsschule für Schisportler eine Handelsschule mit 4 jähriger Dauer und Leistungsstufenstruktur eingeführt. Karl Schnabl und Toni Innauer gewinnen die ersten Olympiamedaillen als Stamser Schüler. Im Frühjahr wird mit dem Schulneubau begonnen, der die Schule jedoch in den nächsten Jahren aufgrund vom Konkurs der Baufirma in gewaltige Platzprobleme zwängte. Es mussten extra in den Dörfern Stams und Mötz neue Quartiere errichtet werden. Aber auch positives gab es zu berichten: Andi Wenzel wird im Schuljahr 1977/78 in Garmisch Weltmeister in der alpinen Kombination. Der Mai 1979 bleibt den Verantwortlichen in schlechter Erinnerung: Bei Schweißarbeiten gerät das Dach des Schulgebäudes in Brand und muß in Folge zur Gänze abgetragen werden. Toni Innauer, Hubert Neuper und Andi Wenzel erhöhen das Stamser Olympia-Medaillen-Konto bei den Winterspielen 1980 in Lake Placid.

Für diese Spiele will der ÖSV aufgrund der Ergebnisse die nordische Kombination auflassen. Der Stamser Schulerhalter entschliesst sich aber die Sparte mit Trainern etc. notfalls auch in Eigenregie weiterzuführen und die für das nächste Schuljahr angemeldeten Kombinierer aufzunehmen. Wie sich später herausstellte, tat man gut daran, denn unter den neu aufgenommenen Schülern sollte sich unter anderem auch Klaus Sulzenbacher befinden. Im Schuljahr 1980/81 ist es dann endlich soweit: Die Schule verlässt den Stift und zieht in ihr eigenes Gebäude. Die Anfangszeit gestaltet sich chaotisch, da noch nicht alle Böden verlegt sind, die Büros teilweise noch nicht benutzbar sind und auch der Trainingstrakt und das Internat einer Baustelle gleichen. Was sich auch zu Beginn des nächsten Schuljahre teilweise noch so präsentieren sollte, aber dafür erarbeitet man eine neue Stundentafel für das Gymnasium mit neuem Lehrplan, der nun auch vorsieht, dass man in Sportkunde zur schriftlichen Reifeprüfung antreten muss. Im Schuljahr 1982/83 ist bis auf das Hallenbad endlich alles fertig gestellt, so dass am 24. November der Tiroler Landeshauptmann, der Bundesminister für Unterricht und Kunst und der Vorsitzende des Schulerhaltervereins zur feierlichen Eröffnung des Neubaus laden konnten. Die Schule verfügt nun über ausreichend Schulraum, die hauseigenen Sportstätten zählen zu den modernsten, die es überhaupt gibt.Im darauf folgenden Schuljahr wird nun auch das Hallenbad fertig gestellt. Die Misserfolge der österr. Athleten bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajewo haben eine Strukturdiskussion beim ÖSV zur Folge, die auch das Gymnasium Stams nicht ganz verschont ließ, denn die Stamser Lehrer Paul Ganzenhuber und Andreas Rauch werden beim ÖSV unter Vertrag genommen. Paul Ganzenhuber bleibt der Schule zwar als Spartentrainer noch erhalten, aber Rauch wird für die Zeit seines ÖSV-Vertrages karenziert. Die Arbeit der beiden als Trainer trägt jedoch bald erste Früchte: Die Springer erreichen bei der WM in Innsbruck/Seefeld zwei Silbermedaillen und die Mädchen, für die ja Rauch zuständig war, bei der WM in Bormio ebenfalls.1985 ist das Training der Schüler in mittlerweile schon 17 Trainingsgruppen unterteilt, was in der Abdeckung des Raumbedarfes Schwierigkeiten hervorrief, und so entstand eine Diskussion um den Neubau einer Mehrfachturnhalle, die mit ihren Nebenräumen eine 100%ige Deckung des Bedarfs ermöglichen soll. Darum wird im Westen der Schule ein Grundstück gekauft, auf dem später eine Turnhalle errichtet werden könnte.

Auch die Schanzen haben schon unter dem Training gelitten, und so beschließt der Schulerhalter 1986 anstelle der alten Schanzen eine modifizierte Anlage bauen zu lassen (60 Meter und 105 Meter). Der Schanzenbauer Franz Fuchslueger wird mit dieser Aufgabe betraut.Im Herbst 1987 wird die von Josef Ladner geschaffene Plastik errichtet. Die olympischen Spiele in Calgary brachten in der Medaillenbilanz der Schule einen Schub: vier Goldmedaillen und zwei Bronzemedaillen wurden von Stamser Schülern errungen, und dafür richtet man dann auch ein angemessenes Fest aus. Erneut findet aber ein Umschwung in der Trainergarde statt: Paul Ganzenhuber wird vom ÖSV mit den Aufgaben eines Referatsleiters für Sprunglauf betreut. Mag. Rupert Gürtler tritt seine Nachfolge als Skisprung-Cheftrainer an. Nachfolger von Mag. Dr. Andreas Rauch als Damenchef/alpin wird Dr. Raimund Berger, ebenfalls Stams-Absolvent. Am 24. Oktober 1988 wird mit dem Neubau der Sprungschanzenanlage begonnen. Zunächst rechnet man damit, schon im Juni 1989 den Sprungbetrieb aufnehmen zu können, man entschließt sich dann aber dazu, im Frühjahr 1989 die nötigen Installationen für eine Beschneiungsanlage einzubauen. Das Schuljahr 1989/90 war sicherlich wegweisend für die Schule. Es wurden die bis dahin meisten Schüler betreut, nämlich 174 (101 am Gymnasium und 73 an der Handelsschule). Der Schulerhalter beschließt, den Sessellift an der Sprungschanze zu errichten. Der Sprungschanzenbau zieht sich bis ins Jahr 1990 hinein. Mit mehr als einem Jahr Verspätung kann im Sommer 1990 der Sprungbetrieb aufgenommen werden. Die Schule bereitet gemeinsam mit der Turnerschaft Stams ein Eröffnungsspringen vor, das dann auch am 1. Wochenende des neuen Schuljahres über die Bühne gehen sollte. Sieger des Bewerbes mit Weltcupformat (18 Nationen) wird der Stamser Schüler Andreas Goldberger vor der gesamten Weltelite. Die glanzvolle Eröffnung kann aber nicht über Setzungen in der Schüttung des Aufsprunghügels der 105 Meter Schanze hinwegtäuschen. Im Frühjahr 1991 muss die Schanze deshalb gesperrt werden. Die Sanierung beginnt im Herbst, muss aber aufgrund des frühen Wintereinbruches Anfang Dezember gestoppt werden.An den olympischen Spielen 1992 in Albertville nehmen 23 Stamser Absolventen und drei Schüler als Aktive teil, weitere zehn Stamser Lehrer und Absolventen sind als Funktionäre im österr. Olympiaaufgebot. Stams ist endgültig zur Kaderschmiede Nummer eins in Österreich geworden. Werner Margreiter, ebenfalls Stamser Absolvent, wird neuer Cheftrainer für die alpine Herrenmannschaft und Heinz Koch, auch Stamser Absolvent, löst Toni Innauer als Sprunglauf-Cheftrainer ab. Die Sanierungsarbeiten an der Schanze werden rechtzeitig abgeschlossen, so dass am 6. September 1992 wiederum eine Sprunglaufkonkurrenz mit Weltklassebesetzung über die Bühne gehen kann.

1992 feiert das Schigymnasium sein 25-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläumsjahr wird von den Stamser Schülern mit einem Medaillenregen bei den Olympischen Winterspielen in Albertville gewürdigt, die Springer Ernst Vettori, Martin Höllwarth, Andreas Felder und Heinz Kuttin gewinnen 1xGold, 3xSilber und 1xBronze. Die Kombinierer Klaus Sulzenbacher, Klaus Ofner und Stefan Kreiner vervollständigen mit 2xBonze. Die Erfolge halten an, 1994 erringen die 'Stamser' Heinz Kuttin und Andreas Goldberger mit Stefan Horngacher und Christian Moser 2xBronze bei den Olympischen Spielen in Lillehammer.

1997 feiert das Schigymnasium sein 30-jähriges Bestehen. Bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano gewinnen wieder 'Stamser' Medaillen. Andreas Widhölzl, Martin Höllwarth und Reinhard Schwarzenberger, verstärkt durch Stefan Horngacher bringen zweimal Bronze zurück aus Japan.

Ende 1998 passiert ein Unglück auf der großen Schanze. Nachdem die Schanze mit Kunstschnee beschneit war, reißt das Kunststoffnetz, auf welchem der Schnee liegt und eine Lawine aus Schnee, Eis und Netz blockiert bis in den Frühling die Anlage. Zum Glück war diese menschenleer, so dass keine Personen zu Schaden kamen. Auch an den jüngsten Erfolgen sind Stamser Schüler beteiligt, zum Beispiel bei der alpinen Ski-WM in St.Anton Christine Sponring mit ihrer überraschenden Silber-Medaille in der Kombination. Aber so ist es mit den Stamser Schülern, sie sind immer für Überraschungen gut, darum verdient die Schule auch ihre Bezeichnung Kaderschmiede zu 100 %. Ab dem Schuljahr 2000/01 ist Paul Ganzenhuber Direktor des Schigymnasiums

 
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