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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

06.09.2011: David Zauner hebt wieder ab

Am Dienstag war es nach 9 Monaten Sprungpause für den Steirer David Zauner endlich so weit. In Stams durfte er auf der K60 Schanze seinen ersten Sprung nach der Kreuzbandverletzung absolvieren. Mit Zauner vor Ort war die Gruppe des Stützpunkt Salzburg unter der Leitung von Harry Diess. Aber auch der österr. Cheftrainer Alexander Pointner, und sein Co-Trainer, Alexander Diess, ließen sich diesen Augenblick nicht entgehen.

Die Anspannung, aber auch die Vorfreude, war Zauner bei Ankunft an der Schanze deutlich ins Gesicht geschrieben. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm mit seinen Kollegen kniete er sich erst einmal in den Auslauf der K60 Schanze, und schaute diese minutenlang an. Was ihm hier durch den Kopf ging, beschrieb er im Nachhinein wie folgt. "Ich war vor dem heutigen Tag sehr nervös, konnte die letzten 2 Tage kaum schlafen, aber nicht aus Angst, sondern weil es mich unheimlich gefreut hat, endlich wieder springen zu dürfen. Ich habe mich daher auch vor dem ersten Sprung im Auslauf hingesetzt, und mir noch einmal Gedanken über die letzten Monate gemacht, über die harte Arbeit die hinter diesem Comeback steckt. Ich habe mich aber auch gefreut wieder an der Schanze zu sein, und sofort gemerkt, dass das "meine Welt" ist.

Und in diese Welt tauchte er dann wieder ein – mit dem Lift absolvierte er die Steigung bis zum Einstieg in den Anlauf der kleinen Stamser Schanze. Auch hier blieb der Steirer aber erst einmal wieder minutenlang sitzen, fokusierte den Landepunkt, und schien sich zu sammeln.

Aber erst als er die Ski angeschnallt hatte, und auf dem Balken Platz nahm, wich die Anspannung der Freude wieder springen zu dürfen. Mit einem lauten „jihaaaaaa“ robbte er sich auf den Balken und wartete auf das Freizeichen seines Trainers. Dieses kam dann von Harry Diess mit einem ebenso befreiten „go“.

Der Sprung war unter den gegebenen Umständen mehr als gelungen. Zauner kam nach dem Absprung gut in die Flugphase und lag hoch in der Luft. Einzig beim Aufsprung merkte man die Unsicherheit – er setzte in einer sehr steifen Haltung zur Landung an. Am Funkgerät kommentierte er seinen Sprung selbst mit den Worten, „nicht schlecht für den ersten Versuch“, aber leider fügte er auch hinzu, „ich spüre das Knie“.

Dennoch wagte er einen weiteren Versuch, der technisch ebenso einwandfrei von der Hand lief. Diesmal versuchte er mit einem Telemark zu landen um den Landedruck so gering wie möglich zu halten, und das Knie nicht extremst zu belasten. Doch leider kam auch hier wieder der Funkspruch zu Harry Diess, „ich spüre das Knie“. Nach kurzer Unterhaltung wurde daraufhin entschieden, den Sprungtag zu beenden.

Danach stellte er sich in einem kurzen Gespräch den Fragen, die durch den Abbruch aufgekommen waren. "Natürlich passt mir das gar nicht, dass ich so schnell aufhören musste, vor allem auch in Anbetracht dessen, dass ich den Schmerz an einer anderen Stelle spüre. Trotzdem bleibt für mich positiv hängen, dass die Sprünge sehr gut laufen. Lediglich am Aufsprung hapert es noch. Aber daran kann man arbeiten, wenn mein Körper mich lässt."

Zauner ließ das Knie am Dienstag Nachmittag von einem Physiotherapeuten untersuchen, welcher Entwarnung gab. Daher will er am Mittwoch noch einmal einen Versuch auf der Schanze wagen. Diesmal mit etwas anderer Vorbereitung und einem leichten Tape für das Knie. Bleibt zu hoffen, dass dieser Versuch ihm mehr Glück bringt – Sportsplanet wird darüber berichten.

Impressionen der ersten Sprungversuche von David

 
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