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| Weltcupendstand Damen Saison 2011/12 | ||
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| 10 Coline Mattel | FRA |
328 |
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06.09.2011: David Zauner hebt wieder ab
Die Anspannung, aber auch die Vorfreude, war Zauner bei Ankunft an der Schanze deutlich ins Gesicht geschrieben. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm mit seinen Kollegen kniete er sich erst einmal in den Auslauf der K60 Schanze, und schaute diese minutenlang an. Was ihm hier durch den Kopf ging, beschrieb er im Nachhinein wie folgt. "Ich war vor dem heutigen Tag sehr nervös, konnte die letzten 2 Tage kaum schlafen, aber nicht aus Angst, sondern weil es mich unheimlich gefreut hat, endlich wieder springen zu dürfen. Ich habe mich daher auch vor dem ersten Sprung im Auslauf hingesetzt, und mir noch einmal Gedanken über die letzten Monate gemacht, über die harte Arbeit die hinter diesem Comeback steckt. Ich habe mich aber auch gefreut wieder an der Schanze zu sein, und sofort gemerkt, dass das "meine Welt" ist.
Und in diese Welt tauchte er dann wieder ein – mit dem Lift absolvierte er die Steigung bis zum Einstieg in den Anlauf der kleinen Stamser Schanze. Auch hier blieb der Steirer aber erst einmal wieder minutenlang sitzen, fokusierte den Landepunkt, und schien sich zu sammeln.
Der Sprung war unter den gegebenen Umständen mehr als gelungen. Zauner kam nach dem Absprung gut in die Flugphase und lag hoch in der Luft. Einzig beim Aufsprung merkte man die Unsicherheit – er setzte in einer sehr steifen Haltung zur Landung an. Am Funkgerät kommentierte er seinen Sprung selbst mit den Worten, „nicht schlecht für den ersten Versuch“, aber leider fügte er auch hinzu, „ich spüre das Knie“.
Dennoch wagte er einen weiteren Versuch, der technisch ebenso einwandfrei von der Hand lief. Diesmal versuchte er mit einem Telemark zu landen um den Landedruck so gering wie möglich zu halten, und das Knie nicht extremst zu belasten. Doch leider kam auch hier wieder der Funkspruch zu Harry Diess, „ich spüre das Knie“. Nach kurzer Unterhaltung wurde daraufhin entschieden, den Sprungtag zu beenden.
Danach stellte er sich in einem kurzen Gespräch den Fragen, die durch den Abbruch aufgekommen waren. "Natürlich passt mir das gar nicht, dass ich so schnell aufhören musste, vor allem auch in Anbetracht dessen, dass ich den Schmerz an einer anderen Stelle spüre. Trotzdem bleibt für mich positiv hängen, dass die Sprünge sehr gut laufen. Lediglich am Aufsprung hapert es noch. Aber daran kann man arbeiten, wenn mein Körper mich lässt."
Zauner ließ das Knie am Dienstag Nachmittag von einem Physiotherapeuten untersuchen, welcher Entwarnung gab. Daher will er am Mittwoch noch einmal einen Versuch auf der Schanze wagen. Diesmal mit etwas anderer Vorbereitung und einem leichten Tape für das Knie. Bleibt zu hoffen, dass dieser Versuch ihm mehr Glück bringt – Sportsplanet wird darüber berichten.



