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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

27.01.2011: Ausverkauf der potentiellen Cheftrainer

Alexander Stöckl ist in Norwegen als Skisprung-Cheftrainer im Gespräch. Ein großer Sprung für einen Nachwuchstrainer des ÖSV. Allerdings wären die Konsequenzen weitreichender als auf den ersten Blick gedacht. Der Tiroler, der sowohl am Skigymnasium Stams als auch beim ÖSV mit dem C-Kader die aufstrebenden Jungadler betreut, genießt in Fachkreisen hohes Ansehen. Und eigentlich ist er auch in Österreich für höhere Aufgaben eingeplant: Stöckl gilt als Einziger in Österreich, der in die Fußstapfen des derzeitigen Cheftrainers Alexander Pointner treten könnte.

Als Werner Schuster (ebenfalls von Stams) 2008 zuerst bei den Schweizern und danach bei den Deutschen sehr lukrative Verträge unterschrieb, verursachte das beim damaligen Nordisch-Chef Toni Innauer Unbehagen, weil Schuster viel von dem ausgeklügelten System und den Ideen der Österreicher mitnahm. Eine Angst, die vor allem ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stets schürt. Schuster war es dann auch, der die neue Stabbindung für Simon Ammann mit in die Schweiz brachte und für die Deutschen den renommierten österreichischen Trainingswissenschafter Harald Pernitsch abwarb.

Flau wurde Innauer jedoch vor allem, weil sich durch den Weggang Schusters eine Lücke im System auftat. „Mir gehen die sehr guten Trainer aus“, gestand der 51-Jährige. Als potenziellen Cheftrainer sah Innauer nur noch Pointners Vornamen-Zwilling Stöckl. Auch Innauers Nachfolger Ernst Vettori weiß von dessen Können. „Ernst zeigte grundsätzlich Interesse, mich irgendwann als Nachfolger von Pointner einzusetzen“, sagte Stöckl dann auch der SportWoche. Konkret sei man diesbezüglich aber nicht geworden. Konkret wurden nun die Norweger, der scheidende Coach Mika Kojonkoski stellte den Kontakt her. Der König, wie er im Skisprung-Zirkus genannt wird, tritt ab und würde das Zepter gerne an seinen ehemaligen Co-Trainer Stöckl abgeben. „Ich habe mich in Innsbruck mit dem norwegischen Sportchef Clas Brede Brathen getroffen“, verrät Stöckl: „Es war ein gutes Gespräch.“ Kein Wunder, Kojonkoski soll in Norwegen 250.000 Euro pro Jahr verdienen. Der Vertragsbedingung, in das Land der Wikinger zu ziehen, würde Stöckl nachkommen. Auch seine Freundin Ina könnte sich vorstellen, dort zu leben. Ganz im Gegensatz zu Alex Pointner, der auch im Gespräch sein soll. Dessen Frau Angi würde Norwegen zwar reizen, aufgrund ihrer Arbeit in Innsbruck sieht sie einen Umzug aber problematisch.
„In Norwegen gibt es 6000 Springer – zehnmal so viele wie in Österreich. Da müsste mehr rausschauen! Ideen aus unserem Land könnten helfen“, klingt Stöckl schon nach Abschied. Die Fortsetzung der scheinbar unendlichen Erfolgsgeschichte im österreichischen Skispringen könnte einen Dämpfer erleiden.
 
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