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Weltcupstand Herren - 06.01.2019
01 Ryoyu Kobayashi
JPN
956  
02 Piotr Zyla
POL
529  
03 Kamil Stoch
POL
504  
04 Stephan Leyhe
GER
411  
05 Karl Geiger
GER
394  
06 Johann Andre Forfang
NOR
360  
07 Dawid Kubacki
POL
352  
08 Stefan Kraft
AUT
351  
09 Markus Eisenbichler
GER
329  
10 Robert Johansson
NOR
303  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2019
01 Deutschland
GER
1915  
02 Polen
POL
1904  
03 Japan
JPN
1530  
04 Norwegen
NOR
1094  
05 Österreich
AUT
1025  
06 Slowenien
SLO
694  
07 Russland
RUS
450  
08 Schweiz
SUI
416  
09 Tschechien
CZE
358  
10 Finnland
FIN
162  
 

23.12.2010: Splitter zur 59. Vier Schanzen Tournee

Historische Siegschance

Die österreichischen Skispringer können bei der 59. Vierschanzentournee gleich ein doppeltes Triple feiern. Nach den Siegen von Wolfgang Loitzl (2008/09) und Andreas Kofler (2009/10) winkt heuer erstmals überhaupt für Österreich der dritte Tourneesieg in Folge. Dieses Kunststück hat bisher nur Norwegen fertig gebracht, Bjørn Tore Wirkola hatte von 1966/67 bis 1968/69 dreimal hintereinander gewonnen. Ein weiterer historischer Sieg würde den Austria-Adlern gelingen, wenn sie – wie im Vorjahr – erneut alle vier Einzelbewerbe gewinnen würden. Das schafften sie bisher zweimal in der Geschichte, eben zuletzt 2009/10 mit den Siegen von Andreas Kofler (Oberstdorf), Gregor Schlierenzauer (Garmisch-Partenkirchen) und Thomas Morgenstern (Bischofshofen). Erstmals geschafft hatten das Willi Pürstl (Oberstdorf) und Karl Schnabl (ab Garmisch-Partenkirchen) 1974/75 beim Tournee-Sieg Pürstls. Der Nationen-Vierfach-Erfolg kam bislang insgesamt fünfmal in der Geschichte der Vierschanzentournee vor, er gelang außer Österreich auch Norwegen (Toralf Engan, Torbjørn Yggeseth, 1962/63), der DDR (Jens Weißflog, Klaus Ostwald, 1983/84) und der Bundesrepublik Deutschland mit dem historischen Erfolg von Sven Hannawald in der Saison 2001/02.

Die Tournee: Schärfer denn je

Erstmals in der Geschichte der Vierschanzentournee werden alle vier Springen von den TV-Anstalten in HD-Qualität produziert. Sowohl die deutschen Sender ARD und ZDF, also auch der ORF werden damit als so genannte Host-Broadcaster die weltbesten Springer bei der Tournee in noch nie da gewesener Schärfe und Brillanz auf die Bildschirme zaubern. Die Fernsehzuschauer dürfen sich auch auf neue Perspektiven freuen: Das ZDF überträgt in Oberstdorf mit insgesamt 33 Kameras und setzt hier zum Beispiel die so genannte Fly-Cam ein, die den ganzen Flug vom Absprung bis zur Landung verfolgen kann. Der Bayerische Rundfunk testet in Garmisch-Partenkirchen auf Wunsch des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) eine neuartige Analysekamera, die im Bereich des K-Punktes installiert ist und über eine Fernsteuerung bedient wird. Mit Hilfe der neuen Kamera sehen die Fernsehzuschauer die Athleten direkt auf sich zu springen. Beide Sender setzen zusätzlich Helikopter ein.

Helmkamera: Florian Liegl springt für Andreas Goldberger ein

Der frühere österreichische Weltcup-Skispringer Florian Liegl wird bei der diesjährigen Tournee seinen verletzten Landsmann Andreas Goldberger als Helmkamera-Springer ablösen. Goldberger wird zwar gemeinsam mit Armin Kogler weiter als Experte für den ORF kommentieren, allerdings aufgrund einer Knieverletzung nicht über die Tournee-Schanzen springen. Ersatzmann Florian Liegl wurde vom ORF beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in der Ramsau erstmals eingesetzt und machte seine Sache super, wie es vom ORF aus Wien heißt. Die Goldberger-Ära soll damit allerdings noch nicht vorbei sein. Bis zu den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oslo will Goldi, der ja in den 90er-Jahren zweimal die Vierschanzentournee gewann, wieder fit sein.

Die magische Linie auf dem Aufsprunghang

Erstmals haben die Skisprungfans bei der Vierschanzentournee in den Stadien vor Ort die gleiche Hilfestellung wie die TV-Zuschauer. Über LED-Technik wird die so genannte „Best-to-beat“-Linie auf den Aufsprunghang projiziert. Diese gibt an, wie weit der Springer voraussichtlich hinuntersegeln muss, um in Führung zu gehen. Gerade in Hinblick auf die Anwendung der neuen Windregelung mit windabhängigen Punktzugaben oder abzügen erhält der Zuschauer hier eine echte Orientierungshilfe.

Ansturm der österreichischen Fans

Die Erfolge der österreichischen Skispringer in diesem Weltcup-Winter haben einen regelrechten Ansturm auf die Tickets für die Vierschanzentournee ausgelöst. „Bei uns ist die Nachfrage gigantisch und genauso gut wie im Vorjahr. Und das, obwohl wir heuer den Wettbewerb nicht am Sonntag, sondern am Montag haben. Mit dieser Resonanz hätten wir so nicht gerechnet“, sagt der Innsbrucker Organisationschef Alfons Schranz, der gleichzeitig Präsident der Vierschanzentournee ist. Auch beim Finale in Bischofshofen wird es ein rot-weiß-rotes Fahnenmeer der Superlative geben. „Auch bei uns sind in den höherwertigen Kategorien bestimmte Bereiche bereits ausverkauft. Die Nachfrage ist hervorragend“, sagt Hannes Pichler, Generalsekretär vom Finale in Bischofshofen.

Thurnbichler bekommt den siebten Startplatz in Österreich

Stefan Thurnbichler wurde, nach den Ausfällen von Zauner und Schlierenzauer, als siebter Springer des ÖSV – Aufgebots für die Vierschanzentournee fixiert. Der Tiroler gewann zuletzt die beiden CoC-Springen im türkischen Erzurum. Damit sicherte Thurnbichler den zusätzlichen siebten österreichischen Quotenplatz für die Tournee, den er nun auch selbst einnehmen kann.

 
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