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Weltcupstand Herren - 06.01.2019
01 Ryoyu Kobayashi
JPN
956  
02 Piotr Zyla
POL
529  
03 Kamil Stoch
POL
504  
04 Stephan Leyhe
GER
411  
05 Karl Geiger
GER
394  
06 Johann Andre Forfang
NOR
360  
07 Dawid Kubacki
POL
352  
08 Stefan Kraft
AUT
351  
09 Markus Eisenbichler
GER
329  
10 Robert Johansson
NOR
303  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2019
01 Deutschland
GER
1915  
02 Polen
POL
1904  
03 Japan
JPN
1530  
04 Norwegen
NOR
1094  
05 Österreich
AUT
1025  
06 Slowenien
SLO
694  
07 Russland
RUS
450  
08 Schweiz
SUI
416  
09 Tschechien
CZE
358  
10 Finnland
FIN
162  
 

24.08.2010: Nykänen muss wieder ins Gefängnis

Die finnische Skisprunglegende Matti Nykänen muss wieder ins Gefängnis. Der 47-Jährige wurde am Dienstag von einem Gericht in Tampere wegen einer Messerattacke vom vergangenen Dezember auf seine damalige Ehefrau Mervi Tapola zu einer unbedingten Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt.

Tapola, die mit Nykänen insgesamt zweimal verheiratet und mehrmals verlobt war, reichte im heurigen Februar zum 15. Mal die Scheidung ein. „Das ist mein endgültiger Entschluss“, wurde sie damals im finnischen Boulevardblatt „Iltalehti“ zitiert. 14-mal hatte Tapola davor ihr Entscheidung wieder revidiert.

Für Nykänen ist es nicht der erste Gefängnisaufenthalt, bereits vor fünf Jahren verbrachte er mehr als ein Jahr hinter Gittern, nachdem er einem Bekannten im Rahmen eines Saufgelages mit einem Messer in den Rücken gestochen und ihn dadurch schwer verletzt hatte. Das Urteil lautete damals auf zwei Jahre und zwei Monate Gefängnis. Nykänen wurde aber vorzeitig auf Bewährung entlassen.

Der vierfache Skisprung-Olympiasieger ist bekannt für sein „patschertes Leben“. Der einstige „Jahrhundertspringer“ sorgte nach dem Karriereende mit Alkohol- und Drogenexzessen, gescheiterten Ehen, einer kurzen Stripper- und nicht minder erfolglosen Versuchen als Sänger für Schlagzeilen.

Im Februar 2008 versuchte der damals 44-jährige Finne eine Art Comeback. Bei einem Seniorenbewerb in Taivalkoski kam Nykänen mit Sprüngen über 46,5 beziehungsweise 46 Meter in der Altersklasse der 40- bis 44-Jährigen auf den fünften Platz. Es waren die ersten öffentlichen Skisprünge Nykänens seit seinem Karriereende 1991.

Eine Landung im „normalen“ Leben hatte der ehemalige Skisprung-Superstar nie geschafft, was vor allem auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Nach vier olympischen Goldmedaillen sowie fünf WM-Titeln (ein Einzel- und vier Triumphe mit dem Team), 46 Weltcup-Siegen, zwei Vierschanzentournee-Erfolgen in den 1980er Jahren war es mit Nykänen steil bergab gegangen. Seine Medaillen musste der frühere Millionenverdiener wegen Spielschulden sogar verkaufen.

Absoluter Tiefpunkt war die Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung im Oktober 2004. Der damals 41-Jährige wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er im Vollrausch bei einem Saufgelage einem Bekannten mit einem Messer zweimal in den Rücken gestochen hatte, nachdem er im Fingerhakeln verloren hatte.

Der zweifache Gesamtweltcup-Sieger wurde nach 13 Monaten entlassen. 103 Stunden später saß er jedoch schon wieder ein, weil er seiner Frau mit einem schweren Gegenstand eine Kopfwunde zugefügt hatte. Ein halbes Jahr später wurde der Finne schon wieder vier Monate eingesperrt. Der Grund war wieder eheliche Gewalt.

 
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