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Weltcupstand Herren - 06.01.2018
01 Kamil Stoch
POL
723  
02 Richard Freitag
GER
711  
03 Andreas Wellinger
GER
569  
04 Daniel Andre Tande
NOR
485  
05 Junshiro Kobayashi
JPN
410  
06 Stefan Kraft
AUT
399  
07 Anders Fannemel
NOR
360  
08 Johann Andre Forfang
NOR
352  
09 Markus Eisenbichler
GER
312  
10 Robert Johansson
NOR
294  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2018
01 Deutschland
GER
3062  
02 Norwegen
NOR
3027  
03 Polen
POL
2438  
04 Österreich
AUT
1602  
05 Slowenien
SLO
1318  
06 Japan
JPN
1212  
07 Schweiz
SUI
434  
08 Russland
RUS
130  
09 Finnland
FIN
115  
10 USA
USA
17  
 

24.08.2010: Nykänen muss wieder ins Gefängnis

Die finnische Skisprunglegende Matti Nykänen muss wieder ins Gefängnis. Der 47-Jährige wurde am Dienstag von einem Gericht in Tampere wegen einer Messerattacke vom vergangenen Dezember auf seine damalige Ehefrau Mervi Tapola zu einer unbedingten Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt.

Tapola, die mit Nykänen insgesamt zweimal verheiratet und mehrmals verlobt war, reichte im heurigen Februar zum 15. Mal die Scheidung ein. „Das ist mein endgültiger Entschluss“, wurde sie damals im finnischen Boulevardblatt „Iltalehti“ zitiert. 14-mal hatte Tapola davor ihr Entscheidung wieder revidiert.

Für Nykänen ist es nicht der erste Gefängnisaufenthalt, bereits vor fünf Jahren verbrachte er mehr als ein Jahr hinter Gittern, nachdem er einem Bekannten im Rahmen eines Saufgelages mit einem Messer in den Rücken gestochen und ihn dadurch schwer verletzt hatte. Das Urteil lautete damals auf zwei Jahre und zwei Monate Gefängnis. Nykänen wurde aber vorzeitig auf Bewährung entlassen.

Der vierfache Skisprung-Olympiasieger ist bekannt für sein „patschertes Leben“. Der einstige „Jahrhundertspringer“ sorgte nach dem Karriereende mit Alkohol- und Drogenexzessen, gescheiterten Ehen, einer kurzen Stripper- und nicht minder erfolglosen Versuchen als Sänger für Schlagzeilen.

Im Februar 2008 versuchte der damals 44-jährige Finne eine Art Comeback. Bei einem Seniorenbewerb in Taivalkoski kam Nykänen mit Sprüngen über 46,5 beziehungsweise 46 Meter in der Altersklasse der 40- bis 44-Jährigen auf den fünften Platz. Es waren die ersten öffentlichen Skisprünge Nykänens seit seinem Karriereende 1991.

Eine Landung im „normalen“ Leben hatte der ehemalige Skisprung-Superstar nie geschafft, was vor allem auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Nach vier olympischen Goldmedaillen sowie fünf WM-Titeln (ein Einzel- und vier Triumphe mit dem Team), 46 Weltcup-Siegen, zwei Vierschanzentournee-Erfolgen in den 1980er Jahren war es mit Nykänen steil bergab gegangen. Seine Medaillen musste der frühere Millionenverdiener wegen Spielschulden sogar verkaufen.

Absoluter Tiefpunkt war die Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung im Oktober 2004. Der damals 41-Jährige wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er im Vollrausch bei einem Saufgelage einem Bekannten mit einem Messer zweimal in den Rücken gestochen hatte, nachdem er im Fingerhakeln verloren hatte.

Der zweifache Gesamtweltcup-Sieger wurde nach 13 Monaten entlassen. 103 Stunden später saß er jedoch schon wieder ein, weil er seiner Frau mit einem schweren Gegenstand eine Kopfwunde zugefügt hatte. Ein halbes Jahr später wurde der Finne schon wieder vier Monate eingesperrt. Der Grund war wieder eheliche Gewalt.

 
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