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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

06.03.2010: Weltcup in Lahti: Team Norwegen gewinnt in nur einem Durchgang

Die Norweger konnten mit Anders Bardal, Roar Ljoekelsoey, Tom Hilde und Anders Jacobsen das Teamspringen im finnischen Lahti bei schwierige äusseren Bedinungen in nur einem Durchgang gewinnen (486,6Punkte). Zweiter wurde Österreich (483,6 Punkte) vor Deutschland (457,7Punkte).

Insgesamt 13 Teams traten im ersten Durchgang des Mannschaftwettbewerbs an: Für die Schweiz sprangen neben den Routiniers Simon Ammann und Andreas Küttel auch die jungen Springer Marco Grigoli und Adrian Schuler, die Kasachen wagten, ebenso wie die Italiener, auch einen Versuch im Team, und daneben stellten sich auch Frankreich, Russland, Polen, Japan, Slowenien, Tschechien, Deutschland, Norwegen, Finnland sowie Österreich der Konkurrenz.

Dennoch verlief der Bewerb für einige Mannschaften ganz und gar nicht nach ihren Wünschen. Die bereits erwähnten Schweizer konnten trotz Vierfacholympiasieger Ammann nicht  die Top 8 erreichen, die bei einem eventuellen zweiten Durchgang startberechtigt gewesen wären, ebenso nicht wie die derzeit völlig indiskutabel springenden Russen, die nach dem Rücktritt ihres Cheftrainers Wolfgang Steiert noch mehr von der Rolle zu sein scheinen, als sie es ohnehin zuvor schon waren. Für die enttäuschenden Russen blieb der 13.

Vorne verlief aber aber alles erwartungsgemäß. Die drei Mannschaften, die auch schon bei Olympia die Podestplätze belegten, matchten sich auch in Lahti um die Positionen eins bis drei.

In diesem einzigen Durchgang hatten die Norweger klar die Nase vor den Österreichern, die ja bekanntlich in Vancouver mit großem Abstand Olympiasieger im Team wurden. Den Österreichern fehlte am heutigen Tag aber ganz klar der verkühlte Gregor Schlierenzauer, der sich für den morgigen Einzelbewerb schont. Dennoch dürfen sie, gerade in Anbetracht der schwierigen Bedingungen, auch mit diesem zweiten Rang zufrieden sein, was auch für die Deutsche Mannschaft, rund um Cheftrainer Werner Schuster, gilt, die zu Saisonende hin immer besser in Schuß kommt.

Statements:

Tom Hilde (NOR): "It’s so nice to be on the podium and to finally beat the Austrians. This was our first victory in a team competition this season and that’s really good. When you have to wait you get cold and that’s not funny but you know that they are probably waiting for better conditions. We really love the new system with the wind factor. It’s perfect and it makes the competitions fairer. I don’t have bad things to say about it.”

Martin Koch (AUT): "The waiting was not easy but it doesn’t matter if there’s wind or not, when the light is green you have to jump. I tried to concentrate on my jump and I’m satisfied with it. It was very cold, but that’s our sport. I’m already looking forward to the skiflying World Championships and when I can jump like today I think I’m in a good shape.”

Michael Neumayer (GER): "It was not much wind, but it was changing and it was not easy for the jury to make this a good and fair competition. They tried their best. Now we only have one round, but it was a long round and it was good to cancel the final. I had good conditions and a good jump and we are happy about the result.”

Das war die Qualifikation für den Einzelbewerb:

Bei fairen Bedingungen konnte die Qualifikation für das Einzelspringen in Lahti am Freitag durchgeführt werden. Hier flog der Österreicher David Zauner mit 126,5 Metern (136,3 Punkte) zum Sieg des Ausscheidungsspringens. Zweiter wurde der Deutsche Michael Neumayer (126 Meter / 134,6 Punkte) vor Emmanuel Chedal aus Frankreich (124 Meter / 129,9 Punkte).

Insgesamt 66 Starter hatten sich für das Einzelspringen in Lahti angemeldet, von denen 16 durch die Qualifikation ausscheiden mussten. Zu ihnen gehörten neben Pascal Bodmer aus Deutschland auch der Slowene Jernej Damjan oder der Finne Kai Kovaljeff.

Nicht um einen Startplatz kämpfen mussten hingegen die vorqualifizierten besten Zehn in der Gesamtweltcup-Wertung, von denen deshalb Gregor Schlierenzauer und Simon Ammann auf die Qualifikation verzichteten, und ihre Kräfte lieber für die Bewerbe schonten.

Adam Malysz wollte auf diesen Sprung nicht verzichten und flog mit 130 Metern Bestweite in dieser Gruppe der vorqualifizerten Springer.

Am Samstag findet ein Team-Wettbewerb statt, der um 15:30 Uhr mit einem Probedurchgang startet. Ab 16:15 Uhr beginnt anschließend der erste Wertungsdurchgang. Sonntags wird dann das Einzelspringen durchgeführt, das gleichzeitig als Eröffnungsspringen des Nordic Tournaments gewertet wird.

Vorbericht:

Am Wochenende beginnt im finnischen Lahti das Nordic Tournament, eine Veranstaltungsreihe ähnlich der 4 Schanzen Tournee.

Hier wird es zu einer Prämiere kommen, denn in Windeseile haben die österreichischen Skispringer auf den Materialvorteil von Simon Ammann reagiert.

Die ÖSV-Adler testeten in dieser Woche in der Ramsau das neue Bindungssystem, mit dem der Schweizer bei den Olympischen Spielen zweimal Gold geholt hatte, und werden im Finale der Weltcup-Saison das neue Material einsetzen.

Nach der heftigen Bindungsdiskussion in Vancouver hat der ÖSV schnell reagiert. Die heimischen Adler konnten auf Erfahrungen und Entwicklungen aus der Saison 2007/08 zurückgreifen, als Bastian Kaltenböck diese Art der Bindung entwickelt und getestet hatte.

"Wir haben das wieder aufgenommen und innerhalb einer Woche auf Hochtouren entwickelt. Die Tests waren sehr positiv", erklärte Cheftrainer Alexander Pointner.

Es ist "von der Idee her ganz die gleiche Bindung (wie bei Ammann, Anm.). Sinn der Bindung ist eine flachere Skiführung in der Luft", erläuterte Pointner. Das neue Material wird nun der FIS vorgelegt, die Erwartung ist, dass der Weltverband so wie bei Ammann in Kanada die Bindung als regelkonform einstuft.

In der Ramsau testeten intensiv Thomas Morgenstern, Wolfgang Loitzl und Andreas Kofler sowie Martin Koch und Manuel Fettner. Beim Weltcup in Lahti, der am Freitag mit der Qualifikation beginnt und am Samstag mit einem Mannschaftsspringen fortgesetzt wird, ist auch David Zauner mit dabei.

Pointner wollte sich aber noch nicht in die Karten blicken lassen, wer am Wochenende auch auf das neue Material setzt: "Ich bin sicher, dass wir die Bindung einsetzen. Bei wem und bei wie vielen, möchte ich aber nicht sagen."

Ob Gregor Schlierenzauer, der mit 57 Punkten Rückstand auf Ammann in die letzten vier Einzelkonkurrenzen geht, in Lahti (Sonntag), Kuopio (Dienstag), Lillehammer (Freitag) und Oslo (Sonntag in einer Woche) mit der neuen Bindung springt, ist allerdings noch offen.

Der Gesamtweltcup-Titelverteidiger ist gesundheitlich angeschlagen und musste wegen einer Verkühlung die Tests mit dem neuen Material abbrechen.

Ob Schlierenzauer im Teambewerb dabei ist, war vorerst noch offen. "Der gesundheitliche Aspekt steht im Vordergrund. Wir gehen kein Risiko ein", betonte Pointner. Denn wichtiger ist, dass er bei den vier Einzelspringen die Chance auf den neuerlichen Sieg im Gesamtweltcup wahrnehmen kann.

In Vancouver war Pointner mit Schlierenzauer vor allem im abschließenden Teambewerb sehr zufrieden. "Da war 100 Prozent Sicherheit da", erklärte der Cheftrainer. "Seine Sprungleistung in Kombination mit dem neuen System ist die Optimallösung", sagte Pointner.

 
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Kommentare (11)
 
übetrtrieben
zusammenfassend ist das alles viel zu übertrieben und aufgebauscht von den medien dargestellt worden und es wird wie über so viele "skandale" im skisprungzirkus gras über die ganze sache wachsen.

fakt ist- der ösv hat im grunde nichts falsch gemacht in punkto protest anmelden - nur sehr unglücklich agiert.

protest anmelden bzw. dann auch wirklich diesen einzulegen ist im skisprungsport gang und gebe und wirklich nichts absonderliches. ein ammann zb. kann das sehr gut und machte schon des öfterer davon gebrauch ;-)!

was auch sein gutes recht ist. und alle materialerneuerungen MÜSSEN überprüft werden-punkt-aus.

fakt ist auch, dass die österreicher in pukto bindung etwas nachlässig waren und dieses sogenannte wunderding zu früh wieder in die schublade zurückgesteckt haben-ganz klar eigene schuld.

ebenso muss aber auch gesagt werden, dass ammann sich da schon enorme vorteile bei olympia verschafft hat, den siese bindung bringt klar ersichtlich für IHN enorme weitenvorteile in zusammenhang mit seinem sonstigen material und vorallem der intensiven vorbereitung mit eben diesem.

damit war die chancengleichheit nicht für alle gegeben (schade für adam in meinen augen).
aber es war sehr clever, dieser clou war seit monaten durchgeplant und ist voll aufgegangen.


und fakt ist auch, dass diese bindung sicher nicht für jeden springer geeignet ist-da jeder einen andere sprungstil hat bzw. mit den sogenannten rohrbindungen gar nicht zu recht kommen wird.

deswegen wird es noch interessant wie es lt. zulassung von der fis ab der nächsten saison weitergehen wird.

ABER damit sollte man es jetzt einmal gut sein lassen. der ösv hat etwas unglücklich agiert aber nochmals-da gab es schon ganz andere proteste-nur-keiner bekommt es mit!

bei olympia jedoch dank der enormen medienpräsenz ein gefundenes fressen.

pointner ist ein spitzentrainer und ist halt ein bischen ins fettnäpfchen getreten,das kann passieren. er ist da nicht der erste und einzige und wird auch nicht der letzte bleiben.

für die gegner und neider des ösv war das natürlich eine wahre freude!

bald wird es aber niemanden mehr interssieren wer mit welcher bindung springt, wie ammann olympiasieger wurde usw..!

ich finde es nur lustig, wie manche sich durch die medien so aufheizen lassen! wie gesagt, wenn man den skisprungsport verfolgt dann bekommt man so einiges mit und dass psychospielchen immer eine rolle spielen ist klar und gehört (nicht nur bei diesem sport) zum alltag.

und auch sehr, sehr oft auf kosten des ösv-das muss auch einmal ganz klar gesagt werden-denn der neid ist ein hund ;-!

die springer selbst hatten am meisten zu leiden. aber sie haben sportlich zurückgeschlagen beim teambewerb-das war sicher die beste art sich wieder zu rehabilitieren-wobei die athleten selbst das gar nicht nötig haben.

also-abhacken-weiter auf das sportliche konzentrieren!

von barbara am 07.03.2010 um 08:31
@ all
Es stimmt, man darf nicht mit zweierlei Maß messen, man muss jedoch auch unterscheiden können.
Die Österreicher hatten mit Kaltenböck nen verdammt cleveren Jungen in den eigenen Reihen, der die Bindung "erfunden" hat und den Chefs vorgeschlagen hat. Diese wollten sie jedoch nicht ausprobieren/weiterentwickeln/ verwenden – tja, selbst schuld, Ammann war eben schneller.
Und ja, sie haben jedes Recht, diese Bindung auszuprobieren und zu benutzen – warum sollten sie nicht, als führende Skisprung-Nation?
Das einzige was man ihnen ankreiden muss, sind jedoch ihre Psychospielchen (siehe Olympia), Argumentationen („Wir haben bei Olympia Protest gegen Ammann eingelegt, wegen Sicherheitsbedenken. Für 10-12jährige Skispringer ist die Bindung zu gefährlich“ nicht Ihr Ernst, Herr Pointner…) und Ausreden.
Und nein, sie MÜSSEN nicht nachrüsten, sie WOLLEN. Die meisten anderen Skisprung-Nationen wollen die Bindung im Sommer NACH der Saison ausprobieren – also bilden die österreichischen Verantwortlichen und Skispringer die Ausnahme.
Aber ich denke, dass Monica dieses Thema mit einem tollen und neutralen Kommentar beleuchtet hat.
Das einzige, was wirklich unter diesem Thema leidet, ist der Ruf und die Reputation der Österreicher und vor allem vom Team Pointner/Innauer – aber auch hier gilt: selbst schuld.

von Emma am 07.03.2010 um 00:09
@ Markus
So einfach, sie hätten einfach nur nachgefragt, sehe ich das nicht. Dann hätten sie sofort ihren Widerspruch einlegen sollen. Aber nein, sie haben sich auf Psychospielchen eingelassen, indem sie einen Protest angedroht haben, falls Ammann auch auf der Großschanze mit der Bindung springen sollte. Und den hat es ja glücklicherweise nicht beeindruckt.
Das roch schon nach Erpressung!
von Julia am 06.03.2010 um 13:09
so ein wirbel ...
wer jetzt die österreicher kritisiert, muss auch ammann kritisieren. ich wundere mich wenig, dass sie jetzt nachziehen; wie soll es denn zu fortschritten - seien sie jetzt positiv oder nicht - kommen, wenn sich der sport nicht im Ganzen weiterentwickeln kann?
Ob diese Bindung jetzt so einen Riesenunterschied macht, kann ich als Laie nicht beurteilen. Ich persönlich fand es - abgesehen von dem Hickhack, das die Medien aufgebauscht haben - nicht unbedingt sportlich von Ammann, kurz vor Olympia mit einer neuen Bindung zu springen. Aber die FIS sah das ja ein wenig anders, also sei's drum.
Solange nicht noch mehr Stürze passieren, solls wohl größere Probleme als ein "Wettrüsten" der Skisprungmächte geben ....
von Hannah am 05.03.2010 um 15:28
was erwartest du
@vanessa: sie haben nicht rumgemeckert-sie haben nachgefragt offiziell , ob diese bindung regelkonform ist. das ist vollkommen legitim.

warum haben sie nachgefragt? weil es eigentlich eine entwicklung des ösv ist. sie haben diese bindung bis dato nicht angewendet aus den gründen, die schon zigfach erwähnt wurden. ob das klug war oder nicht, das ist eine andere sache.

die schweiz hat die "erfindung" der österreicher weiterentwickelt und zur anwendung gebracht-kluger schachzug-ob sportlich fair gerade bei olympia-bleibt jedem selbst überlassen.

aber natürlich, jetzt wo der ösv weiss, dass diese bindung regelkonform ist, wären sie dumm, wenn die diese nicht selbst anwenden würden. das würde jeglicher logik entbehren.

und du wirst sehen, dass dann die anderen springer und teams da ebenfalls mitziehen werden müssen, damit die chancengleichheit gegeben ist.


von markus am 04.03.2010 um 20:49
is ja klar
absolut in ordnung was der ösv nun macht. sie werden ammann nicht tatenlos beim siegen zusehen.

und die anderen nationen werden ebenfalls nachziehen müssen, so schauts aus. wenns wem nicht passt, könnts euch ja beim ammann beschweren, oder besser gesagt bei den herren der fis!
von robert am 04.03.2010 um 20:21
War ja klar!
das ist ja mal wieder typisch österreich. erst rummeckern und dann die gleiche bindung benutzten. über sowas kann man einfach nur lachen!!!

von Vanessa am 04.03.2010 um 20:21
vollkommen logisch
genau, das mit dem sicherheitsaspekt wurde von vielen herausgepickt um sich darüber lustig zu machen.

aber der sicherheitsaspekt ist berechtigt, da es in der saison 2006/2007 als diese bindung getestet wurde, es zu bösen stürzen gekommen ist.

denn diese bindung ist nicht für alle springer gleich geeignet, da nicht jeder damit zu recht kommt. das liegt vorallem an den verschiedenen sprungstilen, weniger am können.

lt. experten und lt. kaltenböck ist es so, dass wenn einem springer diese bindung liegt, diese enorme vorteile an weite bringt und zusätzlich extreme stabilität.

wenn einem diese bindung nicht liegt, soll leider das absolute gegenteil der fall sein und es deswegen auch zu diesen stürzen gekommen sein.

pointner lässt auch noch vollkommen offen OB alle mit der bindung zurecht kommen bwz. WER sie verwenden wird.

und da ist das problem. denn nun müssen im laufe der zeit ALLE teams nachrüsten, damit die chancengleichheit gegeben ist.nur wird es eben bei vielen nicht funktionieren. diese springen dann mit der alten bindung und haben so den nachteil.

dass der ösv nachrüsten MUSS und zwar auf schnellstem wege da es auch um den wc und die wm geht-das ist logisch. und auch wenn es pointner nicht passt-er wird nicht tatenlos zusehen können wie ammann den anderen um die ohren springt.

deswegen ist die anti-ösi-einstellung von einigen hier absolut lächerlich.

oder soll nur ammann damit springen dürfen??? nicht bös sein, aber da wird wieder einmal mit zweierlei mass gemessen.

es ist die einzige möglichkeit für den ösv und künftig auch für die anderen nationen.

aber ich bin mir fast sicher, dass eben aus obengenannten gründen diese bindungsmodifikation ab der nächsten saison verboten sein wird.

und wenn das der fall sein sollte-dann ist es nicht für den ösv peinlich, sondern für die fis. und ammanns goldene hätte dann einen bitteren beigeschmack.

ausserdem glaube ich,dass die testphase für die ösv-springer zu kurz war. ammann hat lt. eigenen angaben monatelang im windkanal getestet bevor er sie dann eingesetzt hat.

und ich bin mir nicht sicher, ob schlierenzauer mit dieser neuen bindung in dieser saison noch springen wird. denn zu riskieren etwas neues auszuprobieren, wo man noch nicht sattelfest ist, als auf altbewährtes zurückzugreifen ist ein risiko.

ausserden sagte er schon in vancouver, dass er nicht wisse ob diese bindung überhaupt etwas für ihn sei.

und manche sollten aufhören mit zweierlei mass zu messen. die österreicher haben nur das getan, was im skisprungsport gang und gebe ist und von allen nationen betrieben wird.

nur dass es diesmal bei olympia war und der fokus der öffentlichkeit auf sie gerichtet war, das ist der einzige unterschied.

ammann (ich mag simi) hat schon des öfteren protest angemeldet, genau wie die finnen, die norweger usw.. nur hat es hier niemanden gekümmert.

aber hauptsache morgenstern wurde wegen seinen schlaufen in sapporo disqualifiziert. überall wird extrem streng geaandet, aber bei einer offensichtlichen vorteilsbeschaffung wird ein auge zugedrückt???

ammann hat heimlich getestet und die bindung punktgenau ausgepackt, verdammt clever- aber nicht sportlich fair- gerade bei olympia nicht.

wie gesagt, keiner kann sagen, ob nicht doch adam malysz der sieger gewesen wäre, aber das kann man nicht mehr ändern.

nachdem die österreicher NACHGEFRAGT haben (weiss bis heute nicht was daran schlimm sein soll, weil ganz normal) und die anderen funktionäre und teams mitbekommen wie negativ das öffentlich aufgenommen wurde,war ja ganz klar, dass dann niemand seine stimme erhoben hat und man sich dann auf die seite der fis geschlagen hat.

und wenn der ösv mit dieser bindung aufgetaucht ist, dann hätte es ganz anders ausgeschaut.

jetzt muss die fis schaun, wie sie richtig reagiert.

in meinen augen kann sie das gar nicht. denn erlaubt sie künftig diese bindung werden mit der zeit immer mehr nationen protestieren da die chanengleichheit nicht gegeben sein wird, da nicht alle springer mit dieser bindung umgehen werden können.

verbietet sie diese bindung, dann steht sie dumm da, da man sie ammann erlaubt hat.

egal wie es kommt, für die fis könnte das unangenehm werden.

ammann selbst kann da nichts dafür, das ist auch klar.
von markus am 04.03.2010 um 20:18
erst informieren, ...
... dann schreiben. Im Zuge der \"Bindungsdiskussion\" bei den olympischen Spielen wurde vom ÖSV ein Informationsblatt zu den Auswirkungen/Vorteilen/ etc. der neuen Bindung verfasst. Dieses wurde auch auf sportsplanet veröffentlicht. Darin ist eindeutig zu lesen, dass der Sicherheitsaspekt nur ein (kleiner) Teil der Beanstandung war. Aus meiner Sicht auch nur ein vorgeschobener, um es den Medien besser verkaufen zu können. Auszug aus dem Informationsblatt: \"Vorab möchten wir klarstellen, dass es uns um eine sichere Zukunft des Skispringens geht und um Fairness und Chancengleichheit in den ausstehenden Wettkämpfen der Saison.\"
Der Hauptgrund der Beanstandung lag aus meiner Sicht im Bereich Fairness und Chancengleichheit, und leider sah man keine andere Wahl als dies in Form eines Protestes kund zu tun. Und unter \"sicherer Zukunft\" kann man auch ein eindeutiges Regelwerk verstehen und nicht zwingend die Sicherheit des Skispringers. Wenn die FIS nun sagt, dass die Bindung regelkonform ist, wäre es vom ÖSV fahrlässig diese nicht zu verwenden, wenn man der Meinung ist, dass der Vorteil so groß ist. Oder soll der ÖSV dem Simon Amann jetzt noch den Weltcup \"schenken\", nachdem man diese technische Entwicklung verschlafen hat...

Mir persönlich wäre ein Verbot bzw. freiwilliges Zurückziehen der Bindung lieber gewesen. Da wird dann ganzen Winter mit \"gleichem\" Material gesprungen und dann gibts direkt vor den Spielen eine (vielleicht) entscheidende Änderung. Ich bin aber auch der Meinung, dass es sinnvoller wäre zumindest das Anzugsmaterial zu vereinheitlichen. Je niedriger die Kosten und der Aufwand in der Materialentwicklung sind, desto eher zählt der \"Mensch\" und auch kleinere Nationen kommen möglicherweise wieder an die Spitze.
von Philipe am 04.03.2010 um 19:42
Ehe ich ersticke...
... was ein verlogenes Lumpenpack.
von Cloudie am 04.03.2010 um 17:21
Inkonsequente Österreich
Ich finde das ziemlich inkonsequent der Österreicher, denn in Vancouver hat es noch geheißen, sie wollen die Bindung bei Ammann verboten haben, weil sie für den Athleten viel zu gefährlich ist, in der Luft, bei schwierigen Winden, nicht zu handeln ist, und jetzt treten sie selbst damit an. Das macht ihre Aktion von Vancouver noch unglaubwürdiger!
von Nina am 04.03.2010 um 17:09