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Weltcupstand Herren - 06.01.2019
01 Ryoyu Kobayashi
JPN
956  
02 Piotr Zyla
POL
529  
03 Kamil Stoch
POL
504  
04 Stephan Leyhe
GER
411  
05 Karl Geiger
GER
394  
06 Johann Andre Forfang
NOR
360  
07 Dawid Kubacki
POL
352  
08 Stefan Kraft
AUT
351  
09 Markus Eisenbichler
GER
329  
10 Robert Johansson
NOR
303  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2019
01 Deutschland
GER
1915  
02 Polen
POL
1904  
03 Japan
JPN
1530  
04 Norwegen
NOR
1094  
05 Österreich
AUT
1025  
06 Slowenien
SLO
694  
07 Russland
RUS
450  
08 Schweiz
SUI
416  
09 Tschechien
CZE
358  
10 Finnland
FIN
162  
 

03.03.2010: Oslo bekommt neue Schanze - Holmenkollen wird eingeweiht

Am Mittwochabend wird die neu gebaute Skisprungschanze auf dem Osloer Holmenkollen eröffnet.

Als Erste wird eine Frau über den Schanzentisch gehen: Annette Sagen, Norwegens erfolgreichste Skispringerin, gewann souverän eine TV-Abstimmung über das Recht auf den historischen Wiedereröffnungssprung.

Unfreiwillig geholfen hat ihr dabei die männliche Skisprunglegende Björn Wirkola mit einem säuerlichen Kommentar: "Lasst die kleinen Mädels lieber warten." Danach rollten erst so richtig die Stimmen für die 25-jährige Sagen ein.

2008 wurde die alte Schanze abgerissen, nachdem sie der Internationale Skiverband (FIS) als nicht mehr zeitgemäß für die 2011 in Oslo anstehende Nordische Ski-WM eingestuft hatte.

Für viele Norweger eine traurige Entscheidung, denn die von Oslo her gut sichtbare Anlage an den Hängen des Holmenkollen war ihnen seit den Olympischen Spielen 1952 als Wahrzeichen ans Herz gewachsen.

Hier hatte ab 1892 die erste größere Schanze der Welt mit einem Schanzenrekord von 21,50 Meter gestanden. Hier nahm auch 1922 und 1923 der damalige Kronprinz und spätere König Olav V. als Springer an den jährlichen Holmenkollen-Wettbewerben teil, die stets Zehntausende zu einer Art Familienfest bei klirrender Kälte anlockten. An Olavs Teilnahme erinnert bis heute eine Bronzestatue des 1991 gestorbenen Regenten.

Und hier stellte der Norweger Tommy Ingebrigtsen 2006 mit 136 Metern den letzten Schanzenrekord auf der alten Anlage auf.

Der K-Punkt lag bei 115 Metern, jetzt auf der neuen Schanze liegt er bei 120 Meter, und der Schanzenrekord dürfte nicht sehr lange halten. "Ich schätze mal, dass man den alten Rekord um zehn Meter schlagen kann", so Schanzenchef Clas Brede Brathen.

Schon alle Rekorde geschlagen haben die Baukosten. Ursprünglich sollte die Schanze 600 Millionen Kronen (75 Mio. Euro) kosten, in der Zwischenzeit hat sich die Summe verdreifacht.

In der Stadt sorgte das für viel böses Blut. Die wintersportversessenen Norweger, die während der Olympischen Spiele in Vancouver etliche Rekorde im "Olympiaschauen" vor ihren Fernsehern aufstellten, dürften das Hickhack mit den Baukosten aber schnell vergessen.

Die neue Anlage ist technisch vom Feinsten, kann jederzeit vollautomatisch mit Schnee eingedeckt und selbstredend das ganze Jahr über genutzt werden - im Sommer auf einer Keramikspur.

Mitte März steht am Holmenkollen mit dem Weltcup-Finale der Skispringer, Langläufer und Nordischen Kombinierer ein erstes internationales Highlight auf dem Programm.

 
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