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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

22.02.2010: Olympische Spiele - Teambewerb: Österreich holt sich im letzten Bewerb doch noch Gold

Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer sind am Montag souverän Olympiasieger in der Mannschaft geworden. Das ÖSV-Quartett ließ am 22. Februar 2010 keinen Zweifel an seiner haushohen Favoritenrolle und feierte einen Start-Ziel-Sieg vom ersten bis zum achten Sprung. Der Vorsprung auf Silbermedaillengewinner Deutschland betrug nicht weniger als 72,1 Punkte. Bronze ging an Norwegen mit weiteren 5,5 Zählern Rückstand.

Für Loitzl, der damit bei seinen vierten Olympischen Spielen erstmals überhaupt Edelmetall geholt hat, und den zweifachen Bronze-Gewinner in den Individualbewerben im Whistler Olympic Park, Schlierenzauer, war es der erste Olympiasieg. Morgenstern und Kofler waren auch schon im Gold-Team vor vier Jahren in Pragelato/Turin. Morgenstern schrieb Olympia-Geschichte, hat er doch den legendären Toni Sailer mit seiner dritten Goldenen im Zeichen der Fünf Ringe eingeholt.

„Es ist unglaublich, da kommt mir die Gänsehaut, wenn ich daran denke, mit ihm will ich gar nicht verglichen werden, er war Österreichs größter Sportler und das wird er auch immer bleiben“, sagte ein glücklicher Morgenstern. „Es ist ein großer Traum in Erfüllung gegangen, ich freue mich für das ganze Team, dass die harte Arbeit belohnt worden ist. Es hat perfekt angefangen, der Wuff (Loitzl) hat einen genialen ersten Sprung hingelegt, die Basis gelegt.“

Das Team habe freilich gewusst, dass es die Goldmedaille gewinnen könne. „Wir sind heute auf höchstem Niveau gesprungen, es war nicht leicht, wenn man als größter Favorit ins Rennen geht und eine Silbermedaille schon eine Niederlage wäre“, erinnerte Morgenstern. Auch der nunmehrige Doppel-Olympiasieger Kofler war überglücklich: „Es ist so schön wie beim ersten Mal, von dem Gefühl kann man nie genug bekommen, das brennt sich hinein, ist etwas ganz Besonderes.“

Kofler steigerte sich nach einem 132-m-Flug im zweiten sogar auf 142 m, musste dafür auf den Telemark verzichten. „So schlimm war es nicht, ich habe die Kontrolle gehabt.“ Und Morgenstern sorgte mit Sicherheitssprüngen auf 135,5 und 135 vor dem letzten Sprung schon für 70,4 Punkte Vorsprung, ehe Gregor Schlierenzauer als letzter Springer des Bewerbs sein Olympia-Debüt mit Gold perfekt machte.

Wegen Windverzögerungen vor den letzten drei Springern wurde dem Bewerb noch Spannung eingehaucht, Schlierenzauer segelte auf 146,5 Meter hinunter und war dabei einem Sturz sehr nahe. Die Sprungrichter sahen es nicht als solchen, und so konnte er den Vorsprung trotz eines „Fast-Rodler“ sogar noch ausbauen. Bis auf einmal hatte Österreich den Vorsprung auf die Konkurrenz stehts ausgebaut und feierte einen völlig ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.

Auch Schlierenzauer war danach überglücklich: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wir haben uns das hart erkämpft, haben in den vier Jahren gut gearbeitet. Da gehören nicht nur die Trainer im Hintergrund, sondern viele Bausteine dazu. Es war eine gewaltige Stimmung, Gänsehaut, Mega. Die Hand war nicht im Schnee, es war definitiv sehr weit, vielleicht ein bisschen zu viel Anlauf. Ich bin immer besser in Schwung gekommen, es war ein würdiger Abschluss.“

„Das war heute wirklich zum Genießen, es waren zwei wirklich gute Sprünge, das hätte früher passieren sollen, aber besser jetzt als nie“, freute sich Loitzl, der mit 138 und 138,5 m seine beste Leistung zeigte, nach seinem ersten Edelmetall bei Olympischen Spielen. Auch wenn es aus Sicht des Einzelsportler „nur“ eine Team-Medaille ist. In seiner langen Karriere war es ihm bei Olympia noch nie nach Wunsch gelaufen, erst bei den Spielen in Kanada, seinen vierten, wurde er überhaupt erstmals im Einzel eingesetzt.

„Es ist etwas ganz Besonderes. Vor dem letzten Sprung war die richtige Spannung fast nicht mehr da, weil der Vorsprung schon so groß war“, so der Normalschanzen-Weltmeister von 2009. „Ich habe mich letztes Jahr schon selbst belohnt für eine lange Zeit, das ist jetzt die Draufgabe. Drei Olympische Spiele wo ich nichts zusammengebracht habe, jetzt die Goldene, das ist etwas Feines.“

„Ich bin sehr erleichtert“, meinte der Nordische ÖSV-Direktor Toni Innauer. „Alle vier sind befreiter und merklich besser gesprungen als in den Einzelbewerben.“

Stark präsentierten sich auch die Deutschen mit „Oldie“ Martin Schmitt, die sich mit einer fast durchwegs sehr konstanten Leistung Silber verdient haben.

Damit sind die Olympischen Spiele für die Springer beendet. Die meisten Teams reisen bereits am morgigen Dienstag zurück in die Heimat. Auf Sportsplanet erwartet sie am Dienstag ein „Klartext-Olympia“ – die Olympischen Spiele aus Sicht der Redaktion.

Das war der erste Durchgang:

Nach dem ersten Durchgang des Teambewerbs bei den Olympischen Spielen führt der große Favorit, Team Austria, souverän vor den Mannen aus Deutschland und den vier Vertretern Norwegens.

Da nur 8 Mannschaften ins Finale kommen, mussten die kanadischen Gastgeber, die USA, Slowenien, und die Russen bereits nach Durchgang 1 die Segel streichen.

Das war das Training:

Am Montag findet der letzte Wettkampf für die Skispringer bei den Olympischen Spielen in Vancouver statt. Es ist dies der Teambewerb, bei dem die österr. Mannschaft als haushoher Favorit an den Start geht.

Am Sonntag fand zu diesem Zweck bereits ein offizielles Training statt, an dem aber nur weniger Springer teilnahmen. Drei Durchgänge konnten gepsrungen werden. Den ersten gewann der Slowene Primoz Pikl mit 138 Metern, im zweiten Umlauf war der Deutsche Michael Uhrmann der beste. Er kam auf 136,5 Meter. Und in der dritten Runde war es dann Björn Einar Romoeren aus Norwegen, der mit 138 Metern seinen wohl bisher besten Sprung auf dieser Schanze zeigte.

Leider hat es auch einen schweren Sturz gegeben. Der Ukrainer Vitali Shumbarets war kurz bewusstlos und wurde in der Folge ins Spital in Vancouver gebracht. Dort wurden seine Gesichtsverletzungen behandelt, der Zustand von Schumbarez soll aber nicht besorgniserregend sein.

 
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Kommentare (10)
 
wiedersprechen
ach ja. die österreichischen springer sind alles andere als arrogant-keiner von ihnen. sie sind immer sehr offen und zugänglich, man kann sie sogar immer vor einem sprung anreden-was man nicht von allen behaupten kann. allesamt sehr sympatische burschen!

und diese goldene war mehr als verdient-unglaubliche dominanz-ein vorsprung wie noch nie - sensationell. und dann noch der wahnsinnsprung von schlierenzauer-toll!

und wenn man sieht, wie gut sich ammann mit schlierenzauer und auch den anderen versteht-in whistler trotz der bindungsangelegenheit gut zu sehen-dann sollten einige hier darüber nachdenken.

ammanns aussage: "ich muss die österreichischen athleten hier ganz eindeutig in schutz nehmen-mit ihnen bin ich ganz gut und wir sind untereinander total entspannt-das finde ich sehr schön!!!"

schlierenzauer:" simi ist für mich ein vorbild. er ist jetzt einer der allergrössten!"

loitzl:"ich denke nicht,dass die bindung schuld ist an seinem sieg,er ist einfach sehr gut gesprungen"!

für mich klingt das alles nicht nach persönlichem krieg sowie die medien samt einiger fernsehkommentatoren das gerne aufbauschen wollen!
von robert am 25.02.2010 um 13:17
ahnungslos
manche schreiber hier haben absolut keine ahung um was es hier ging.

erstens haben die funktionäre diesen protest-der sowieso nicht ausgeführt wurde-angezettelt. es ist ganz klar zu differenzieren.

die athleten selbst haben damit nichts zu tun, im gegenteil-diese hatten darunter zu leiden. und wenn einige hier, die stellungnahme der ösv-springer gesehen bzw. gelesen hätten wüssten sie, dass diese ALLESAMT pro ammann waren und KEINER der springer ammann den sieg nicht gegönnt hat.

für viele ist diese geschichte nur ein weiterer grund gegen die so erfolgreichen österreicher zu sticheln und nur auf so eine gelegenheit gewartet haben.

die springer trifft keine schuld.

aber ich finde, dass ammann nicht richtig gehandelt hat. denn wie mittlerweile von zig seiten (auch aus der schweiz und dem schweizer team)berichtet wurde, bringt diese bindungsmodifikation ENORME vorteile und vorsprung an metern.

und wenn ein ammann - wie zugegeben- heimlich mit der bindung trainiert und sie dann punktgenau zu olympia auspackt - dann hat das-clever hin oder her- mit chancengleichheit nicht gleichzusetzen.

und wenn die österreicher mit so einer wunderbindung aufgekreuzt wären-es wäre die hölle losgebrochen.

und es werden auch immer von mehr seiten kritiken laut-zu recht!

wenn ammann sprotlich fair gewesen wäre-er hätte mit seiner herkömmlichen bindung springen können-er hätte auch so gewonnen.

im gegensatz zu den österreichern wurde GEGEN die österreicher schon zig mal protest angemeldet:
von den norwegern wegen verkürztem anlauf,
von den schweizer wegen der anzüge
von den finnen wegen öffnen eines reissverschlusses usw..
da wird WIE SO OFT mit zweierlei mass gemessen-das ist nicht ok.

ammann ist zur zeit in top-form-aber für viele wird der schale beigeschmack mit der bindung bleiben-für mich ist malysz der sieger!!!
von robert am 25.02.2010 um 12:18
Selbst an der Nase zupfen
Servus, Alexandra,
mit diesem Kommentar bist Du nicht besser als die Medien, die die, teilweise ohne Wissen der Gesamtheit, Unsicherheiten und Unfrieden stiften. Mit dieser Äußerung, dass den ÖSV-Springern die Goldmedaillen abgenommen gehören, bist Du auch ein Unfriedenstifter. Die Jungs haben eine Top-Leistung gebracht, für die sie den verdienten Lohn, nämlich Gold, für ihre harte Arbeit und ihren Super-Teamgeist, gewonnen haben. Versuch zu differenzieren, zwischen Medienspektakel und hart erarbeiteten Erfolgen. Ich habe es den Jungs vom ÖSV-Team von ganzem Herzen gegönnt. Und ich bin Deutsche mit einem Herzen für fairen Sport. Und zu Kordula: Meine und die Erfahrungen meiner Familie mit den österreichischen Adlern sind nur vom feinsten. Keiner ist arrogant, egal wen man sich ins Visier nehmen will. Es sind alles sympatische, hart arbeitende Sportler, die solche Kommentare nicht verdient haben. - Es ist von allen eine Leistung, diese Sportart auszuführen, das sei nochmal gesag. - Seid fair, die besten haben gestern gewonnen und ich gönne es ihnen von Herzen.
von Veronika Steinbach am 23.02.2010 um 18:03
Immer diese Anfeindungen
Wäre es vielleicht möglich, einen Unterschied zwischen Athleten und Betreuern zu machen??
Ich respektiere jede Meinung und natürlich auch all jene, die sich vom Skisprungsport als Fans verabschieden, aber es ist eindeutig übertrieben, ganz Österreich als verlogene Nation von schlechten Verlierern zu verunglimpflichen.
Ich fahre ja auch weiterhin nach Deutschland, auch wenn die Deutschen uns punkto Fußball oft einige sehr unschöne Kommentare zukommen lassen...
Außerdem, so missglückt die Aktion des ÖSV gewesen sein mag, die Sprünge ziehen noch immer die Athleten durch; und da die österreichischen Skispringer derzeit mannschaftlich das Nonplusultra sind, gebührt ihnen diese Goldmedaille. Alles andere, nämlich das "Wegnehmen", wie es hier auch gefordert wird, ist für mich wirklich unsportlich.
Noch ein Wort zu den "arroganten" Adlern- bei den Erfolgen, die manch einer erzielt, die aber mit Sicherheit schwer erarbeitet sind, finde ich Arroganz hin und wieder angebracht. Sie sollten nicht vergessen, dass diese auch eine Art Selbstschutz ist .... immerhin nimmt das Fan-tum mancher ja bedrohliche Ausmaße an.
Aber pardon, ich bin ja auch nur eine primitive Österreicherin... ;)
von Kordula am 23.02.2010 um 16:54
An Alexandra unter mir
Na so kann man das aber jetzt auch nicht sehen Alexandra, denn der Teambewerb hat nichts mit den Einzelkonkurrenzen, wo sich die Österreicher wirklich nicht allzu fair verhalten haben, zu tun. Den Teambewerb haben sie verdient und souverän gewonnen, und daher kann man ihnen hier auch zur Goldmedaille gratulieren! Wenn du jetzt schreibst, daß ihnen diese abgenommen gehört, weil sie unfair gegenüber Ammann agiert haben, dann agierst du im Grunde genauso unfair, da du zwei Dinge zusammenmischt, die nichts miteinander zu tun haben. Gestern waren die ÖSV Springer ganz klar die Besten, und sind verdiente Teamolympiasieger, am Samstag und letzten Samstag war Simon Ammann ganz klar der beste und ist ebenfalls verdienter Olympiasieger!
von Maria am 23.02.2010 um 10:22
silber für dsv
ich gratuliere den dsv-adlern ganz herzlich zur silbermedaille, ihr habt so hart dafür gearbeitet und jetzt bekommt ihr endlich was euch zu steht.

Aber den ösis gehört die goldene abgenommen, wer so unfair gegenüber dem Ammann ist der hat höchstens blech verdient.
von alexandra am 23.02.2010 um 10:17
Mobbing
Dieser Kommentar wird nicht veröffentlicht werden. Den er ist kritisch. Zumindest liest diesen eine österreicherin.
Mit Mobbing dem Gegner gegenüber ist auch ein Ziel zu erreichen. Dies ist aber die verwerflichste "Methode" einen Gegner kaputt zu machen und zeugt davon dass die Menschheit tief "gesunken" ist. Die Sportart Skispringen ist für mich gestorben. Hoffe dieser Teil des Sports stirbt aus. Sprich die Sponsoren ziehen sich zurück! Ich selber werde mich nie wieder an eine Schanze stellen und mir dies ansehen. Schade für die anderen Nationen. Die haben im Gegensatz zu österreich faire freundliche und sportliche Athleten. Gratulation an Deutschland für Silber. Ihr musstet von den AUT'lern auch immer viel primitives Zeugs ertragen. Ich habe geschlossen. Und nochwas ich werde in Zukunft alles was in AUT hergestellt wird nicht mehr kaufen. Sollten sich die Ösvler wider erwarten bei Ammann entschuldigen werde ich dieses nicht akzeptieren.Eine zumutung im TV immer wieder Pointner anschauen zu müssen!
von Roman am 23.02.2010 um 06:29
nie wieder
Ich mach nie wieder Urlaub in AUT. Dieses unsportliche Neidische Volk. Ich freue mich für dieses Team gar nicht mit! Eine Südtirolerin.
von Helena am 23.02.2010 um 05:59
..Skispringen
Ich kann mir seit der Bindungsgeschichte mit Ammann kein Skispringen mehr ansehen. Normalerweise schaute ich mir jedes Springen im TV an. Stand sogar im Bergisl und drückte Daumen. Dies seit 14 Jahren. Gesichter wie Pointner, Innauer, die ÖSV Adler, besonders der arrogante Schlierenzauer gehen mir auf den Nerv. Gestern schaute ich zuerst rein aber habe dann auf Langlauf umgestellt (CH TV.) Heute finde ich Skispingen einfach nur noch öde. Ich stelle fest, in mir drin ist da was geschehen. Ich denke nicht, dass ich mir nochmals ein Springen ansehen werde. Skispringen ermüdet mich, ich weiss das dies nicht mehr ändern wird. Zum Glück sind die Springer an Olympia nicht mehr zu sehen. Daumendrücken werde ich vorerst keinem ÖSV Athlten mehr. Bei denen kommt mir die Galle hoch.
von Andreas am 23.02.2010 um 05:54
Sieg
absolut verdienter sieg der ösv-skispringer! war echt spannend im fight zwischen 2 und 3

p.s.: wieso schreiben so wenige leute kommentare?
von Skisprungfan am 22.02.2010 um 23:55