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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

Tournee - Anekdoten

So viele Jahre 4 Schanzentournee bringen natürlich auch viele lustige Geschichten mit sich. Hier einige davon. Stellvertretend für sehr viele lustige und schöne Stunden mit der Tournee:

Aufregung am Grenzübergang:

Bei der ersten Tour 1953 war die schwedische Mannschaft ohne die erforderlichen Visa angereist, eine Einreise ins Nachbarland schien unmöglich. Entsetzen und Bestürzung bei den Athleten in den Bussen. Sollte das das jähe Ende der ersten Springer-Tournee sein? Schließlich war die Sportbegeisterung der hochrangigsten Beamten im Passamt von Innsbruck aber doch stärker als die Gesetzgebung und der Tournee-Tross konnte seine Reise unbehelligt fortsetzen. Drei Jahre später schrieb der Grenzübergang am Oberjoch erneut amüsante Tournee-Geschichte. Wegen der "Maul- und Klauenseuche" mussten damals alle Teilnehmer der Tournee den Reisebus verlassen und einzeln desinfiziert werden. Keimfrei und reichlich amüsiert reisten die Sportler schließlich zum nächsten Tournee-Stopp.

Österreicher bringen den Schnee mit:

Die zweite Vierschanzen-Tournee 1953/54 wurde am 28. Dezember wegen Schneemangels abgesagt. Das österreichische Team reiste trotzdem nach Oberstdorf, da es nicht von der Absage informiert war. Und das war auch gut so, denn mit den Österreichern kam auch der Schnee. Sofort wurden die Schanzen präpariert und die übrigen Skiverbände informiert. Doch wie sollte man die skandinavischen Springer so schnell nach Oberstdorf bringen? Die Fluggesellschaft SAS wusste Rat und stellte sogar für einen halben Tag den Flugplan auf den Kopf. Etwas erschöpft aber pünktlich standen die skandinavischen Skispringer dann doch noch auf der Schattenbergschanze.

Die Norweger und das Telefon:

Die Skandinavier sorgten für eine weitere Anekdote: Als Super-Stars der Veranstaltung waren die Springer aus Schweden und die Norweger in den Nobel-Unterkünften Innsbrucks untergebracht worden. Umso größer war die Verwunderung der Organisatoren, als sich die Norweger über die "Minderwertigkeit" ihre Unterkunft beschwerten. Anlass dafür war der nicht vorhandene Telefonanschluss, den aber die Schweden in ihrem Hotel zur Verfügung hatten. Einige Jahre später wurde den Funktionären dann klar, warum die norwegischen Springer sich beschwerten: Die hohen Telefonrechnungen des Teams zeigten, dass die Norweger wahre Meister im Telefonieren sind.


Verkaterter Finne gewinnt Neujahrsspringen:

Hemmo Silvenoinen schrieb bei der 4. Tournee 1955/56 eine Geschichte der besonderen Art. Der Finne feierte den Jahreswechsel trotz strengen Verbots ausgiebig. Er blieb vom Ausschluss verschont, da seine Teamkollegen sich für ihn stark machten. Silvenoinen bedankte sich bei seinem Mannschaftsführer für dessen Großzügigkeit indem er das Neujahrsspringen gewann.

Streit um die DDR-Flagge:

Zum Flaggenstreit kam es 1959/60 bei der 8.Tournee. Die DDR war in Deutschland und Österreich keine anerkannte Nation, ihre Flagge war verboten. Die DDR-Betreuer bestanden auf das Aufziehen ihrer Fahne, was jedoch nicht durchgesetzt werden konnte. Somit zogen sie den Start ihrer Athleten zurück. Alle anderen Teams der Oststaaten zeigten sich solidarisch und reisten ebenfalls ab. Um den Konflikt im Vorfeld der 9. Tournee zu umgehen, suchten die Organisatoren eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung. Da die Flagge aber immer noch nicht gehisst werden durfte, einigte man sich darauf nur die Fahnen des Veranstalterlandes und der Clubs in den Stadien aufzuziehen.


Der Cleverste gewinnt...

Bei der 49. Tournee beträgt das Preisgeld pro Veranstaltung 100.000 Mark. Ganz anders vor 38 Jahren. Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, durften sich die Springer, ihrer Platzierungs-Reihenfolge nach, einen Sach-Preis aussuchen. Die Präsente waren auf einem großen, geschmückten Tisch ausgebreitet. Einem Springer hatte es besonders ein elektrischer Rasierapparat angetan. Doch mit Rang 18 hatte er kaum Chancen, den wertvollen Preis in Händen zu halten. Mit einem Trick sicherte sich das Schlitzohr jedoch sein Präsent. Als er aufgerufen wurde, ging er zielstrebig auf einen Trachtenhut zu, hob diesen hoch. Darunter hatte er den Apparat vor den Blicken der besseren Springer versteckt.

Keine Firmenlogos auf der Ausrüstung:

Eine für heutige Zeiten kaum vorstellbare Regelung wurde 1970/71 getroffen: Neue Zulassungsbedingungen traten in Kraft, die die Ausmaße von Werbeschriftzügen und ähnliches festlegten. So durften z.B. auf Kleidern, Mannschaftsdressen, Helmen, Handschuhen oder Brillen keine sichtbaren Firmennamen vorkommen. Außerdem durften Werbe-Anzeigen von Herstellern weder Namen, noch Fotos oder Titel von Wettkämpfern enthalten. Genauso wenig durften Wettkampf-Erfolge für die Reklame herangezogen werden.

Technischer Deligierter als Werbe-Fachmann:

Bei der 25. Tournee 1976/77 wurde eine neue Reglementierung der Werbeschriftzüge durch die FIS festgelegt. Des weiteren bekam der "Technische Delegierte" eine weitere Aufgabe: Er war jetzt auch für die Kontrolle der Ausrüstung und die darauf wiederzufindende Werbung zuständig.

Schneemangel? Meistens fand sich eine Lösung...

Nicht immer meinte es der Wettergott mit den Springern und den Organisatoren gut. Ein Beispiel für die Vorgehensweise bei Schneemangel ist die 20. Tournee 1971/72. Während man in Innsbruck Schnee vom dortigen Flughafen anschaffte, verweigerten in Bischofshofen die Grundbesitzer den Abtransport von Schnee, so dass er aus dem 25 Kilometer entfernten Mitterberg herangeschafft werden musste. In allen vier Orten wurden insgesamt 312 LKW-Fuhren mit 4250 Kubikmetern Schnee angekarrt. 25 Tagschichten und 22.600 Arbeitsstunden waren für die Präparierung der Schanzen nötig.


Eddie the "Eagle":

1989/90 nutze der Brite Michael Edwards eines der Grundprinzipien der Tournee. Und zwar jenes, welches jedem Skispringer, der antreten will, den Start ermöglicht. Edwards meldete sich - obwohl er nur wenig Ahnung vom Skispringen hatte - zur 38. Tournee. Die Medien puschten ihn zu einem Helden. "Eddie the Eagle" erreichte aber nur den neuen Minusrekord auf der Bergisel-Schanze und verletzte sich sogar dabei.

 
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