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Weltcupstand Herren - 06.01.2017
01 Domen Prevc
SLO
646  
02 Daniel Andre Tande
NOR
637  
03 Kamil Stoch
POL
633  
04 Stefan Kraft
AUT
510  
05 Maciej Kot
POL
428  
06 Michael Hayböck
AUT
409  
07 Manuel Fettner
AUT
386  
08 Markus Eisenbichler
GER
381  
09 Severin Freund
GER
309  
10 Piotr Zyla
POL
277  
 
Nationenwertung Herren - 06.01.2017
01 Polen
POL
2030  
02 Österreich
AUT
1928  
03 Deutschland
GER
1795  
04 Norwegen
NOR
1362  
05 Slowenien
SLO
1234  
06 Japan
JPN
391  
07 Tschechien
CZE
369  
08 Frankreich
FRA
214  
09 Russland
RUS
199  
10 Schweiz
SUI
85  
 

10.12.2009: Nach "Schlieri"-Sturz: Innauer reagiert in Form eines offenen Briefes

Der ÖSV hat auf die jüngsten Geschehnisse im Skisprung-Weltcup reagiert und sich in Form eines offenen Briefes an FIS-Boss Gian Franco Kasper gewendet.

Er sei "durch eine Serie von Stürzen und äußerst gefährlichen Situationen, die den österreichischen Gesamtweltcup- Sieger Gregor Schlierenzauer betreffen, beunruhigt", schreibt der Nordische Direktor Toni Innauer.

Ausgelöst wurde die neuerliche Diskussion um die Sicherheit im Skisprung- Zirkus nach dem 150,5-Meter-Flug mit anschließendem Sturz von Schlierenzauer am vergangenen Wochenende in Lillehammer. Die Jury hatte sich trotz des zuvor erzielten Schanzenrekords des Schweizers Simon Ammanns nicht veranlasst gefühlt, den Anlauf zu verkürzen.

Innauer betonte in dem Schreiben, dass der 19-Jährige Tiroler zuvor bereits drei Mal (Kulm, Vikersund, Vancouver) durch die Weigerung der Jury zu verkürzen in akute Verletzungsgefahr gebracht worden sei. Dies zu verhindern liege im Zuständigkeitsbereich von FIS-Racedirektor Walter Hofer.

"Im Namen aller, nicht nur unserer Sportler, appelliere ich an das Bewusstsein für die gemeinsam zu tragende professionelle und humane Verantwortung für die Gesundheit der uns anvertrauten Sportler in Training und Wettkampf", schreibt Innauer weiter. Hoffentlich bleibt dieser öffentliche Weckruf nicht ungehört.

Der offene Brief im Wortlaut:

Betreff: Gefährdung der Gesundheit von Skispringern durch zu langen Anlauf

Sehr geehrter Herr Präsident,
lieber Gian Franco,

beunruhigt durch eine Serie von Stürzen bzw. äußerst gefährlichen Situationen, die den österreichischen Gesamtweltcupsieger 08/09 Gregor Schlierenzauer betreffen, möchte ich mich an dich wenden. Mir liegt es fern, die Komplexität und den Druck in der Arbeit der Jurymitglieder und des Wettkampfmanagements zu unterschätzen aber ich möchte auf eine drohende Gefahr hinweisen.: Die Schwerpunktsetzung und Gewichtung der Juryentscheidungsgrundlagen scheint zunehmend die Gefährdung der Gesundheit einzelner Sportler in Kauf zu nehmen. Ich fühle mich um 35 und mehr Jahre zurück versetzt, als der Schweizer Überflieger Walter Steiner durch überlange Anlaufwahl mehrfach zu Sturz und um den Sieg gebracht wurde. Werner Herzog hat damals die dramatische Geschichte in einem großartigen aber anklagenden Dokumentarfilm dargestellt.

Der italienische Technische Delegierte Sandro Pertile hatte am Montag als einziger die Größe, sich einen Tag nach dem Wettkampf in Lillehammer für die Gefährdung von Gregor Schlierenzauer bei ihm und beim Trainerteam zu entschuldigen. Gregor Schlierenzauer ist wie bereits drei Mal (Kulm, Vikersund, Vancouver) in der vergangenen Weltcupsaison durch die Weigerung der Jury, vor ihm zu verkürzen, in akute Verletzungsgefahr gebracht worden. Es war am 6.12. nach dem neuen Schanzenrekord von Simon Ammann absehbar, dass es bei der nicht unrealistischen Konstellation: guter Sprung von Schlierenzauer und guter Wind im zulässigen Korridor, viel zu weit gehen würde.
 

Die Fahrlässigkeit der Jury liegt im Umstand, auf schlechte Verhältnisse beim Sprung von S. und damit mit seiner Gesundheit zu spekulieren. Es ist dem Geschick des Sportlers und Glück zu verdanken, dass es nicht zu einer groben Verletzung kam, als er seinen Flug abbrechen musste und trotzdem erst bei 150,5 m landete und stürzte.

Danach wurde der Wettkampf wieder mit 3:0 Jurystimmen fortgesetzt und Schlierenzauer mit dieser Entscheidung zusätzlich zur fahrlässigen Gefährdung seiner Gesundheit auch noch um die faire Chance einer Sprungwiederholung und um den Sieg als bester Springer des Abends gebracht. TD und Jury haben sich zum wiederholten Mal gegenüber der Leistungsfähigkeit eines Sportlers eine generelle Fehleinschätzung geleistet, die, bei allem Respekt vor der Schwierigkeit der wahrzunehmenden Aufgaben, nicht in dieser Häufigkeit vorkommen darf. Das zu verhindern liegt meines Erachtens im Zuständigkeitsbereich des FIS-Racedirektors Walter Hofer.

Es will sich bei der Jury niemand mehr daran erinnern, dass die ÖSV-Verantwortlichen beim TD-Assistenten Jan Kowal gezielt und unmissverständlich Annullierung und Neustart des Durchgangs mit kürzerem Anlauf verlangt hatten. (Wenn das nicht im Protokoll steht, dann ist es unterschlagen worden.)

Von den meisten Beteiligten wird bei jeder Gelegenheit darauf hingewiesen, dass die Misere mit dem „neuen Reglement“ nicht passiert wäre. Hier werden Dinge vermischt, um von menschlichem Versagen im gültigen Reglement abzulenken und um sportpolitisches Kleingeld aus einer Situation zu schlagen, die durch Fehlentscheidungen im Wettkampfmanagement provoziert worden war.

In dieses Bild passt auch noch der technische Hinweis in der Ergebnisliste, der für diesen Abend durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von 0,02-0.45m/sec ausweist und den beschönigenden Eindruck vermittelt, als hätte ein leichtes Lüftchen geweht.
FIS-Racedirektor Walter Hofer geht aus der Schusslinie, er ist nicht mehr in der Jury, versucht aber medial seine schützende Hand über seine Getreuen zu halten. Experten sind davon weniger zu beeindrucken als das mäßig informierte TV-Publikum. Es ist zu hoffen, dass in der FIS-internen Aufarbeitung Klartext gesprochen wird. Vorauseilendes kommerzielles oder mediales Abhängigkeitsempfinden und der untaugliche und unfaire Versuch, die Verantwortung auf die Trainer und Sportler abzuwälzen, kennzeichnen die Nachbearbeitung des Vorfalls. „Ihr hättet ja freiwillig verkürzen können!“ Dem Sportler und den Trainern wird die Entscheidung zwischen einem Wettbewerbsnachteil (durch die Wahl geringerer Anlaufgeschwindigkeit) gegenüber seinen Konkurrenten (durch freiwilliges Verkürzen) und Sturz-und Verletzungsrisiko (bei Beibehaltung der offiziell festgelegten Anlauflänge) zugemutet. Es gehört zu den grundlegenden Aufgaben einer Jury, in einer Risikosportart wie Skispringen, den Sportlern möglichst sichere und chancengleiche Ausgangsbedingungen zu verschaffen und sich dabei an den Besten zu orientieren.

Glücklicherweise ist Schlierenzauers spektakuläre „Beweisführung“ der Fehleinschätzung und Ignoranz unserer Warnungen zum vierten Mal in einem kurzen Zeitraum glimpflich verlaufen. Die Ereignisse sind eng genug aufgereiht, um für jeden Insider einen Lernprozess daraus abzuleiten.

Im Namen aller, nicht nur unserer Sportler, appelliere ich an das Bewusstsein für die gemeinsam zu tragende professionelle und humane Verantwortung für die Gesundheit der uns anvertrauten Sportler in Training und Wettkampf. Dazu gehören die Entwicklung der Spielregeln und vor allem die verantwortungsbewusste Anwendung der aktuell gültigen Regeln im Wettkampfmanagement.
In der Hoffnung auf dein Verständnis und deine Unterstützung verbleibe ich

mit vorzüglicher Hochachtung und
herzlichen Grüßen

Toni Innauer
ÖSV-Rennsportdirektor
Sprunglauf u. Nord. Kombination
 

 
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Kommentare (20)
 
höher, schneller, weiter
Ein Ausnahmetalent verlangt eben manchmal bestimmte Maßnahmen - und gerade bei Schlierenzauer kann es auch einmal vorkommen, dass er zehn Meter weiter springt als die Konkurrenz. Wenn also ein Aufwind wie in Lillehammer herrscht, und der vorige, nämlich ein Ammann, der noch keinesfalls in der Topform der Vorsaison ist, 146 m springt, oder ein Chedal, der das Podium für gewöhnlich nur von zig Metern Entfernung sieht - spätestens dann wäre es doch eigentlich an der Zeit, Entscheidungen zu treffen. Und zwar Entscheidungen, die NICHT mit der Sicherheit und, wie es bei einer solchen Sportart leicht sein kann, dem Leben der Athleten spielen. Im Nachhinein tuts wieder allen leid.
Es geht hier auch gar nicht nur um Schlierenzauer, sondern denken wir zurück an all die anderen schweren Stürze - erinnert sich noch jemand an den Köpfler, den Morgenstern vor ein paar Jahren hingelegt hat? Wenn man so etwas sieht, muss man sich doch an den Kopf greifen! Immer nur weiter, schneller, höher ... und dann? Was kommt dann?
Ich bin die Letzte, die der Jury irgendetwas unterstellen möchte- die haben auch ihre Auflagen und sind sicher kompetente Leute. Und vielleicht ist der Rummel, denn der ÖSV jetzt veranstaltet, aus vieler Leute Sicht ein wenig übertrieben. Aber jede falsche Entscheidung zieht schließlich Konsequenzen mit sich, und wenn in Zukunft ein Bewerb mehr abgebrochen wird, dafür aber ein Springer weniger stürzt, sollte das eigentlich Grund genug sein.
von kathi am 11.12.2009 um 17:05
nein
blödsinn, das wäre nicht passiert. denn dann hätten alle die gleichen chancen gehabt wenn neu gestartet worden wäre.es hätte jeden treffen können, und lieber abstürzen als ins spital. also bitte die kirche im dorf lassen. fakt ist, die jury hats vergeigt, und zwar gewaltig. auf wen man jetzt die schuld abwälzt ist ansichtssache. nur wenn ich mich in den diversen foren umhören, ist klar zu ersehen, dass eindeutig der jury der schwarze peter zugschoben wird. ob das richtig ist oder nicht, wie gesagt ansichtssache. ebenfalls fakt ist, dass den springer, eben schlierenzauer, sicherlich keine schuld trifft, aber dahingehend dürften sich auch hier ja sowieso alle einig sein. und nicht immer den ösv als buhmann hinstellen. ich möchte nicht wissen wenn es pausenlos eine anderen nation betreffen würde, wie diese reagiert. und ich kann mich an die vergangenheit erinnern, wo bereits nach weniger dikussionswürdigen entscheidungen die emotionen beim dsv oder auch den norwegern mit ihnen durchgegangen sind. es ist eben immer ansichtsache, der, der die nachteile hat, reagiert am emotionalsten, denn jeder sieht seinen eigenen vorteil. das ist nur menschlich und allzu verständlich. innauer ist auch nicht mein fall und manches finde ich in dem brief auch etwas unglücklich ausgedrückt, aber es musste etwas gemacht werden. und wie gesagt, es kamen auch viele kritische stimmen von anderen nationen, weil sie genau wissen, dass es einen ihrer topleute ebenso treffen kann. und hier geht aus auch nicht darum dass schlierenzauer 4. geworden ist, das hat überhaupt niemanden interessiert (ausser innauer anscheinend), obwohl er recht hat denn ihm wurde die chance auf dem sieg genommen. aber das tut in diesem fall wirklich gar nichts zur sache. ich kann mich auch nicht erinnern,dass sich irgendjemand darüber aufgeregt hätte, sondern es geht nur um die sicherheit. ich kann mich noch genau an zwei springen beim sommer grand prix erinnern, bitte schlagt mich-ich weiss jetzt nicht mehr bei welchen bewerben das war. jedenfalls war es da zeitweise der fall, dass bei fast jedem springer das anlaufgate gewechselt wurde. und ich weiss noch ganz genau, wie da die aufregung bei den leuten gross war, dass das der grösste schwachsinn wäre, furchtbar zum anschaun und dass diese blöde regel abgeschafft gehört. und jetzt, da es die österreicher betrifft, ist sie plötzlich wieder sooo toll. irgendwie drehen es sich alle so wie sie wollen.
von markus am 11.12.2009 um 10:47
So oder so........
Ich bin da ganz bei dir Stefanie. Nehmen wir doch den umgekehrten Fall: Die Jury hätte nach Ammann verkürzt, und der Wind hätte bei Schlierenzauer auf Rückenwind gedreht, hätte ja immerhin sein können, so unterschiedlich wie es war. Schlierenzauer stürzt ab, kommt vielleicht nicht einmal ins Finale. Da hätte sich der ÖSV dann wieder aufgeregt wie man bei den Windverhältnissen eine Luke verkürzen kann. ;-)

So oder so, die Jury hat einen schwierigen Job, und diesmal sicherlich kein gutes Händchen bewiesen. Dennoch ist es nicht ganz fair, nur auf der Jury rumzutrampeln, denn immerhin kamen von diser, wohl auch zur Entlastung derselbigen, die Vorschläge für die Änderungen bezüglich der Anlauflängen.
von Elisa am 11.12.2009 um 09:52
ist schon richtig
das etwas unternommen werden muss - da stimme ich mit dir ,liebe stephanie ,100%ig überein und ja, ich hätte absolut gar nichts gegen diese gate-regel (nicht wind) einzuwenden (nur in extremsituationen). aber erstmals abwarten, welche konsequenzen der bewerb bzw. der brief nach sich ziehen wird, bzw. wie die anderen nationen sich verhalten. das wichtigste ist-egal wie man jetzt zu der neuen regel steht oder wen man jetzt dafür verantwortlich machen möchte-dass soetwas nicht mehr passiert und, dass die springer geschützt werden. wie ist mir egal, hauptsache es passiert etwas in dieser richtung und es wird die chancengleichheit für alle gewahrt. alles andere ist mir persönlich egal.
von barbara am 11.12.2009 um 09:24
.
Ja Markus, nur wenn man das schon gesehen hat mit dem Wind, dann hätte man den Bewerb gar nicht erst starten dürfen, da es für jeden zu gefährlich gewesen ist. Nicht weil es zu weit, geht, sondern weil man den Wind nicht unter Kontrolle hat. Man hat den Beweb trotzdem gestartet. Dies muss ja Gründe haben: Entweder war der Wind halt doch zumeist im vorgegebenen Korridor, oder es hat andere Gründe, die hier schon angesprochen wurden, medialer Druck und so weiter. Ihr glaubt doch wohl nicht allen ernstes daß das in der heutigen Zeit, wo der Skisprungsport zum Großteil vom Geld der Medien lebt, nicht eine maßgebliche Rolle spielt. Was glaubt ihr wohl, warum man auf Biegen und brechen versucht hat für Harrachov eine Lösung zu finden? Sicher nicht, weil man den Springern möglichst alle Springen der Saison anbieten möchte, sondern aus anderen Gründen, aus wahrscheinlich genau jenen Gründen, aus denen man auch in Lillehammer versucht hat den Bewerb durchzubringen. Das ist ganz klar ein Faktor den man nicht ausser Acht lassen darf, über den aber sicher keiner öffentlich redet, denn wie du schon schreibst Markus, es darf nicht sein, dass die Interessen anderer vor die Gesundheit der Athleten gestellt werden.- Aber wie wir aus der Vergangenheit wissen, wird das dann doch des öfteren so praktiziert - bis halt wieder einmal etwas schlimmes passiert. So ist es leider!

Also zurück zum Wind: Unterstellen wir der Jury also einfach mal, das der Wind im Korridor war, und sie nicht wegen Fernsehen oder sonst etwas den Bewerb durchbringen wollte. Dann haben wir das nächste Problem. Bei einem Neustart wäre es sehr spät geworden, würde bedeuten Flutlicht, würde bedeuten neue Versicherungsverträge etc. für den Ausrichter mit der FIS und so weiter. Auch Faktoren die man nicht ausser Acht lassen sollte, denn oftmals kalkulieren die Veranstalter selbst so kanpp mit ihrem Budget, das sie selbst die geringste Abweichung ins Minus stürzen würde. Es kann also auch sehr gut sein, das der Veranstalter selbst gepusht hat. Auch eine Möglichkeit, keine Unterstellung.

Natürlich hätte man neu starten sollen, das steht wohl ausser Frage, aber die Jury muss "leider" das Gesamtpaket Skispringen als Sportart die zu vermarkten ist, im Auge haben, und hier wird dann oftmals über den Springer hinweg entschieden, auch wenn das wie gesagt keiner der Beteiligten zugeben würde. In diesem Punkt hat Innauer sogar bedingt recht, aber, und da liegt er eben falsch, nur weil die Jury den Bewerb für den Springer frei gibt, heißt das nicht, dass dieser nicht noch Möglichkeiten hat seine Gesundheit zu schützen - und das gilt für jeden Springer, nicht nur für Schlierenzauer. Und genau das hat der ÖSV mit seinem Springer nicht getan, vielleicht auch, um ein Teil der Show zu sein, um am Ende einen Teil des Kuchens abzubekommen?! denn gegen ein bisschen Geld mehr das in der Kasse klingelt, hat auch der ÖSV nichts!!! Diese Doppelmoral ist das einzige, was mich stört, und ich denke nicht, das es der richtige Weg ist, sich da groß bei Herrn Kasper aufzuregen, denn der war gar nicht dabei, und kann die Situation nicht einschätzen. Sondern ich glaube, das es gescheiter wäre, wenn sie jetzt eh schon die Solidarität der anderen Nationen haben, sich mit denen, so wie mit Walter Hofer zusammenzusetzen.

Wie gesagt, das ist das einzige was mich an der ÖSV Gschichte stört: Diese Doppelmoral, gepaart mit diesem komischen Vorgehen einfach die Instanzen, die es wirklich betrifft, zu überspringen. Was soll denn der Kasper tun? Er wird den Hofer fragen, der Hofer wird sagen, ist unglücklich gelaufen, bei Schlieri hat vielleicht grade der Wind gedreht oder sonst was, und damit hat sich für den Kasper die Sache. Das Problem besteht aber weiterhin, und das kann man mit solch einem Brief nicht aus der Welt schaffen, sondern da sollte sich der ÖSV halt doch überlegen mal dieser doch recht vernünftigen Gate-Regel zuzustimmen, oder anderweitig Vorschläge zu bringen, und diese in einem Gespräch dem Walter Hofer zu unterbreiten.


von Stefanie am 11.12.2009 um 09:09
solidarisch
schön finde ich, dass nicht nur der dsv um werner schuster auf seite der österreicher stehen sondern vorallem auch die schweizer, die ebenfalls sehr aufgebracht reagieren und mehr oder weniger die gleichen worte wie innauer benutzen wie ich soeben einer lichtensteiner tageszeitung entnehmen konnte.und das obwohl sie ja am sonntag profitiert haben. sie hatten schon um amann grosse angst als er bei dem aufwind und anlauflänge runtergelassen wurde.
von barbara am 11.12.2009 um 08:58
arme jury
dass mit den druck auf die jury wegen der fernsehsender hast du hoffentlich nicht ganz so ernst gemeint. denn erstens ist es ganz legitim, dass ein springen neu gestartet wird wenn es zu weit geht, das war ja schon immer der fall und oft mehrmals in einer saison notwendig. und auch auch wenn es nervt, die zuseher sind damit immer irgendwie klar gekommen und es hat funktioniert, das wäre ja kein einzelfall gewesen. und nur wegen fernsehzeiten die gesundheit der springer zu gefährden darf hier kein argument sein. und es darf eben auch nicht das argument gelten, dass nur weil die österreicher gegen die neuen regeln waren, das jetzt ausbaden müssen. niemand kann zu 100 % sagen, wie es mit den neuen regeln abgelaufen wäre, denn man hat schon im training gesehen wie stark ständig der wind gewechselt hat, von rücken zu seiten bzw. aufwind. angenommen schlierenzauer hätte mit der neuen regel um einige gates verkürzt und hätte aber rückenwind in der erwischt, dann wäre er am vorbei gelandet, was auch sehr gefährlich sein kann. ich denke man kann nicht sagen, dass mit der neuen regel alles viel besser wäre. in einigen belangen sicher sinnvoll, aber nicht in allen. trotzdem, der ösv hat seine meinung dazu abgegeben. aber sie sollten dafür sicher nicht bestraft werden.
von markus am 11.12.2009 um 00:37
gab es doch schon immer
aber es war schon soooo oft der fall, dass abgebrochen wurde und neu gestartet wurde, das gab es schon immer und war zwar mühsam aber NORMAL. und es wurde schon bei viel weniger grossen weiten abgebrochen, immer wieder. darum entstand ja überhaupt erst die diskussion um die neuen regeln. und wenn es einen olli, einen malysz, einen amann , einen jacobsen usw. betroffen hätte, dann wäre das tratra ebenfalls gross gewesen. und wie gesagt, ganz egal wie der ösv zu den neuen regeln steht, das ist ansichtssache. aber das hat nichts mit dem fall und juryentscheidung in lillehammer zu tun!!! es wäre sehr einfach sich jetzt daran die hände abzuwischen. denn auch in der letzten saison wurde so gehandelt und da stand die neue regel noch gar nicht zur diskussion. es geht hier um zwei verschiedene paar schuhe, was wäre wenn! fakt ist, in diesem fall hat die jury wieder einmal in die sch...... gegriffen und muss sich verantworten, vielleicht auch ein klein wenig der trainerstab, aber bitte nicht die regeln dafür verantwortlich machen, das wäre zu einfach.selbst hofer hat vorgestern angemerkt, dass in diesem fall in lillehammer die neuen regeln auch nicht viel gebracht hätten ,da der wind zu unberechenbar war.
von barbara am 10.12.2009 um 22:48
Markus und Barbara
Barbara, das ist schon richtig, das bezweifle ich ja auch nicht, und ich habe es auch mehrfach erwähnt, das die Jury falsch reagiert hat. Aber auch hier muss man sich fragen: Wie hätte sie denn reagieren sollen? Abbrechen und neu starten - die Fernsehsender wären ausgestiegen, ich kann mir schon bildlich ausmalen wieviele Fans sich dann wieder in diversen Foren aufgeregt hätten von wegen die übertragen nicht weiter - man darf auch diesen Druck nicht unterschätzen, obwohl der natürlich nie dazu führen sollte, einen Wettkampf auf Biegen und Brechen durchführen zu wollen.

Dennoch ist es eine Doppelmoral des ÖSV sich zuerst gegen jede Neuerung im Reglement zu stellen, auch gegen die, wie wir jetzt wieder gesehen haben, eigentlich total sinnvolle "Gate-Regel, und dann die Jury anzuprangern von wegen ihr tut nichts für die Sicherheit unserer Athleten.

So ist es ja auch nicht richtig! Aber es ist nun einmal Fakt, dass solche Regeländerungen Einstimmigkeit bedürfen, und wenn sich der ÖSV als einziger dagegen stellt, dann ist es auf der anderen Seite halt eben auch nicht fair, im gegebenen Fall dann nur gegen Gott und die Welt zu wettern.

Markus: Doch, es gab auch den Vorschlag die Regeln getrennt einzuführen. Es gab überall ein "no" des ÖSV. Die Athleten selbst müssen sogar hinter der ÖSV Linie stehen, egal was sie wirklich avon denken. Schlierenzauer sagte kürzlich in Sport am Sonntag - wir als ÖSV Springer sind geschlossen gegen das neue Reglement. Hier wurden mehrere Punkte angepsorchen, Preisgeld, Wind- und Gate-Regel und Schlierenzauer hätte die Möglichkeit gehabt, eines davon als doch diskussionswürdig herauszustreichen, er hat es aber nicht getan, auch nicht bezüglich der Gate-Regel.
von Stefanie am 10.12.2009 um 22:33
nochmals regeln
aber diese beiden regeln wurden nie getrennt voneinander behandelt! es wurde immer nur von der neuen regelung gesprochen, die beide regeln beinhaltet. und erst kürzlich wurde angeführt im orf bei einem interview, dass es sehr wohl sinn machen würde, wenn zb. eine extremsituation herrscht, dass man dann die gateregeln anwendet. soweit ich weiss, hat da niemand aus dem ösv lager etwas dagegen einzuwenden gehabt. aber wie gesagt, von der fis her wurden diese beiden regeln immer vereinheitlicht-weiss der geier warum ,denn die gateregel ist gut. aber wie gesagt, nur in extremsituationen und nicht für taktische zwecke von trainerseiten aus, das wurde vom ösv sehr wohl kritisiert. aber es wurde überall schon soviel über die regeln diskutiert, das tut hier jetzt nichts zur sache wie ich finde, da sie nun mal nicht gelten. und da sie nicht gelten muss die jury sich an die alten regeln halten und weiterhin darauf bedacht sein, an die sicherheit und auch fairness der springer zu achten.
von markus am 10.12.2009 um 22:26
an stefanie
das ist mir schon klar, und ich kann deine meinung auch ein wenig nachvollziehen. aber stefanie, das war jetzt schon so oft bei schlierenzauer der fall und wenn er jedesmal auf seinen sprung verzichtet dann ist das einfach nicht fair. diese springer geben wirklich alles, trainieren sehr hart und es liegt in der natur jedes athleten der da oben steht sein bestes geben zu wollen. sicherlich muss man sagen, dass die gesundheit wichtiger ist-das ist sie ganz sicher. aber es kann nicht sein, dass einer dann benachteiligt wird und er nicht die gleiche chance erhält wie die anderen. sicher geht es um weltcuppunkte-darum geht es immer. schlierenzauer meinte gestern, dass er beim nächsten mal nicht springen wird und abschnallt. falls es wirklich soweit kommt, hoffe ich wirklich dass er es auch tut, im namen seiner gesundheit. aber fair ist das nicht. und wie gesagt, stell dir vor das passiert bei olympia oder einer wm.dass der ösv nun mehr als gereizt reagiert ist aber auch verständlich, weil es eben schon SO OFT passiert ist. wenn es das erste mal gewesen wäre, dann hätte man sicher nicht in dem ausmass reagiert, wie innauer es nun tut. und man hat schon so oft mit der fis und hofer geredet und verhandelt, aber gebracht hat es nichts. deswegen kann ich den ärger absolut verstehn.es darf auch nicht vergessen werden, dass schierenzauer im frühling eine ernste verletzung hatte, operiert wurde, eine reha hinter sich gebracht hat und nun wäre er fast wieder im spital gelandet. das alles sind komponenten die den ärger des ösv sicher noch zusätzlich schüren. schlierenzauer selbst zeigte sogar verständnis für die jury, indem er meinte dass es für alle beteiligten am sonntag sehr schwierig war, für alle springer aber auch für die jury. aber auch dass der sturz hoffentlich ein warnsignal war sodass es künftig wieder schöne springen geben wird.
von barbara am 10.12.2009 um 22:20
Windregel - Gateregel
Markus wir sprechen aber nicht von der Windregel, sondern von der Gate-Regel, und das sind zwei verschiedene paar Schuhe -gegen beide war NUR der ÖSV. Die Gate-Regel besagt lediglich, dass die Jury, in so einem Fall wie wir es jetzt hatten, die Möglichkeit hat den Anlauf zu verkürzen. Der Springer bekommt dann entsprechend Punkte pro Gate gutgeschrieben. Das selbe geht natürlich auch umgekehrt mit einer Anlaufverlängerung und dem Abug der entsprechenden Punkte. Das hat mit dem Wind nichts zu tun!

Zur eigentlichen Windregel gebe ich dir recht: Diese kann man so wie sie derzeit da steht nicht einführen.
von Stefanie am 10.12.2009 um 22:10
ABER
die neue regel kommt deswegen nicht zur anwendung, weil sie noch zu unausgereift ist und nicht weil der ösv dagegen war! wie auch andere nationen und athletensprecher küttel richtig anmerkten-die windberechnung ist zu ungenau, es wird oft ein seitenwind als aufwind angerechnet, was ganz fatal ist. ausserdem ist jeder schanze anders und das ganze system noch nicht ausgefeilt genug. deswegen wird es vorerst bei den kombinierern "ausprobiert". viele athleten-egal welcher nationen wie martin schmitt, janne ahonen, matti hautamäki, andreas küttel und viele mehr äusserten sich kritisch und meinten der ansatz wäre gut-aber eben nicht ausgereift genug. nur weil der der ösv geschlossen dagegen stimmte (auch da hatte jeder unterschiedliche meinungen dazu) heisst das bitte nicht, dass sie die einzigen waren. ausserdem wurden publikumsreaktionen eingefangen und da war die auswertung ganz klar und eindeutig gegen diese neuen regeln. aber wie gesagt, das soll alles keine entschuligung sein, regeln hin oder her. die springer gehören geschützt, und dafür ist in erste linie die jury verantwortlich, erst dann-wenn es gar nicht mehr anders geht der trainerstab. und für JEDEN springer muss die chancengleichheit gewährleistet bleiben.
von markus am 10.12.2009 um 22:06
an Barbara
Barbara ich denke, dass die Jury falsch entschieden hat, das bezweifelt ja auch niemand. Aber das der ÖSV sich jetzt komplett die Hände rein wäscht, ist auch nicht in Ordnung, denn es gibt, wie hier schon erwähnt wurde, die Athletenerklärung, und in der gibt es Punkte, die besagen, wenn der Athlet sich nicht sicher fühlt, hat er das Recht auf den Start zu verzichten. Die ÖSV Herren argumentieren ja mit der Sicherheit für den Athleten, die durch die Fehlentscheidung der Jury nicht gegeben war - das stimmt, aber sie haben eben auch mit der Gesundheit des Sprngers gespielt, indem sie ihn trotzdem haben springen lassen. DIe Gründe dafür möchte ich niemandem unterstellen, ich möchte nur ein paar nennen: Die Gier nach dem Sieg, die Jagd nach Weltcuppunkten, Sponsorenpräsenz und so weiter.

Es steht lediglich zur Debatte, dass der ÖSV nun so tut als hätte er selbst keine Möglichkeit einzugreifen, und das stimmt eben nicht. Jeder Springer hat die Möglichkeit zu sagen dass er nicht antreten möchte. Er muss dies noch nicht einmal begründen!
von Stefanie am 10.12.2009 um 21:56
so nicht
ich finde auch, dass die jury die hauptschuld trifft. es kann nicht sein, dass ein springer nicht die gleichen fairen bedingungen antrifft wie andere, in dem er verkürzen muss bzw. gar nicht springen soll, nur weil die jury sich nicht richtig verhält?! klar, es geht im die gesundheit, aber jeder springer der da oben steht, möchte sein bestmöglichstes zeigen, dazu machen sie diesen sport. es hätte schlierenzauer auch rückenwind erwischen können und er wäre am vorbau gelandet. aber die jury ist dazu da das grösste risiko auszuschalten.es war auch für die anderen springer nicht fair, denn es hätte auch olli oder einen anderen erwischen können die noch oben standen und ich bin sicher-keiner hätte verkürzt oder wäre nicht gesprungen. und es war schon in vikersund so und am kulm oder in vancouver. sicher der ösv und schlieri haben sich am kulm und in vancouver gefreut dass es schanzenrekord wurde, aber auch da hat sich sowohl schlierenzauer als auch der ösv kritisch über die grossen weiten geäussert und ein amann hat damals gift und galle gespuckt, sicher auch zurecht. es kann nicht sein, dass immer wieder mit der gesundheit der sportler gespielt wird. und es kann nicht sein dass mit zweierlei mass gemessen wird, jeder springer soll gut springen dürfen und nicht auf einen sprung verzichten müssen oder sich bewusst um die chance für einen guten sprung bringen lassen müssen-das kanns wirklich nicht sein.
von barbara am 10.12.2009 um 21:33
nix für ungut-
das mit dem bestechungsskandal sollte eher ironisch gemeint sein ;-)!sicherlich, zusammensetzen wäre die beste lösung. ich bleibe trotzdem bei der meinung, dass die jury hauptverantwortlich ist, vorallem da es ja schon zum vierten mal passiert ist. aber dazu hat jeder seine eigene meinung. hauptsache ist, dass schlierenzauer nichts passiert ist und hoffen wir dass das auch so bleibt , das gilt nicht nur für schlieri sondern für alle athleten.
von markus am 10.12.2009 um 21:18
Lösungen statt Briefe!
Ich denke, die Aussage mit dem Bestechungsskandal geht zu weit.

Es gibt zwei Fakten: 1. Die Jury hat fehlentschieden, als sie den Anlauf nach Ammann nicht verkürzt hat.

2. Als die Trainer des ÖSV das merkten, haben sie ebenfalls fehlentschieden, und den Springer starten lassen.

Wie schon geschrieben, wurde von beiden Seiten mit der Gesundheit des Springers gespielt, und sich jetzt den schwarzen Peter gegenseitig zuzuschieben bringt überhaupt nichts.

Fakt ist ebenfalls: So etwa darf nicht mehr passieren.

Man muss also entweder der Jury den Platz einräumen, die Bewerbe gegebenenfalls abzubrechen und neu zu starten - Fernsehsender sind hier vor allem gefragt, denn von ihnen wird sicherlich eine Menge Durck ausgeübt bezüglich des Übertragungsfensters.

Oder zweitens: Man führt schleunigst eben doch diese "Gate-Regel" ein, denn mit dieser wäre das nicht passiert.

So oder so ist viel falsch glaufen, und alle, sowohl Jury, wie auch Trainer, und ich meine hier alle Trainer, müssen sich an der Nase packen, und zusammenarbeiten. Deswegen ist dieser Brief der falsche Weg von Innauer. Besser wäre es gewesen, er und die Verantwortlichen der anderen Nationen, so wie Walter Hofer als Oberhaupt der Jury, hätten sich zusammengesetzt und nach einer Lösung für diese Misere gesucht!

Deswegen Herr Innauer, der Appell an sie: Suchen sie zusammen mit den anderen Lösungen, anstatt Briefe zu schreiben!
von Stefanie am 10.12.2009 um 21:06
erfolgsgeilheit?blödsinn
und mir kommt das kotzen wenn ich so einen kommentar nur lese. was bitteschön hat das mit scheinheiligkeit zu tun? nur weil der ösv gegen die neue regeln war soll er jetzt dafür büssen? erstens waren einigen trainer und auch sportler gegen diese regeln (schuster, ahonen, hautmäki usw.) und zweitens kann es nicht sein, dass nur weil die regeln nicht zur anwendung kommen mit der sicherheit ALLER athleten gespielt wird. es gelten nun mal nicht die neuen regeln, und egal welche regeln zur anwendung kommen ,es muss für die sicherheit der springer gesorgt werden.schlierenzauer hat oben selbst am wenigsten davon mitbekommen ,wie er erzählte. erst in der luft merkte er, dass das zu weit gehen wird und hat gottseidank richtig in der luft reagiert. aber es kann nicht sein, dass nur weil die jury nicht fähig ist ihren job zu erledigen, ein sportler dazu gezwungen wird, nicht seine beste leistung abrufen zu dürfen. vorallem da es schlierenzauer immer wieder betrifft. wenn er jedesmal auf seinen sprung verzichtet wenn die jury mist baut, dann bräuchte er gar nicht mehr antreten. und es sagt der logische menschenverstand, dass wenn die hill-size um so vieles übersprungen wird, wie von amann dann, muss gehandelt werden-von der jury. das war bis zur letzten saison eigentlich gang und gebe, es wurde sogar diskutiert wenn der k-punkt übersprungen wurde. und nicht mit kindischen argumenten kommen, dass die österreicher selbst schuld sind, nur weil sie der neuen regel nicht zugestimmt haben. das ist einfach lächerlich und steht in dem zusammenhang nicht zur diskussion deswegen einen schlierenzauer büssen zu lassen. es sind ja zum glück eine ganze schar kritische stimmen aufgekommen nach dem springen in lillehammer. ausserdem hat sich der ösv in erster linie gegen die windregel ausgesprochen und gemeint, dass die gateregel sehr wohl sinn macht, wenn es zu riskant wird, eben nur in ausnahemsituationen-war wie ich finde die beste lösung wäre. und wie stellst du dir das zb. bei olympia vor, oder bei der wm oder bei er vierschanzentournee? soll pointner da einfach sagen-schlieri es ist zu gefährlich also sring lieber nicht? das kann nicht sein und ist absolut nicht fair. jahrelang wurde nach der alten regel gesprungen, aber seit letztem jahr greift die jury nur in die sch........! aber wer weiss. vielleicht ist der wett,- und bestechungsskandal ja mittlerweile vom fussball zum skisprungsport übersiedelt.
von markus am 10.12.2009 um 20:58
Die Frage aller Fragen
Das ist halt jetzt die Frage, wer ist schuld? Ich meine, sicherlich hat die Jury fehlentschieden, aber was hätte sie machen sollen? Man kann es aber auch umdrehen, und sagen, vielleicht wäre die neue Rgel bezüglich den Anlaufluken durchgegangen, wenn die Österreicher (!!!!!) nicht als einzige Mannschaft (!!!!!!) dagegen gestimmt hätten. Das ist jetzt der Bumerang-Effekt.

Wie gesagt, die Jury trägt sicherlich die Hauptschuld, aber dennoch muss man auch den ÖSV Verantwortlichen eine Schuld einräumen, denn alle kennen die Athletenerklärung, und haben diese unterschrieben. Wenn der Wettkampf aus ihrer Sich also nicht fair ist, oder zu gefährlich für ihren Athleten, dann müssen sie halt ein Exemple stattuieren, und den Springer vom Start zurückziehen - Schlierenzauer vergibt da zwar Punkte, aber ich bin mir sicher, dass die Jury so in Zukunft schnller reagieren würde, denn Schlierenzauer ist auch für die Jury als Oberhaupt der Veranstaltung, ein Zugpferd, auf das man ungern verzichten möchte.

Dieser Brief ist jedenfalls in dieser Form nicht 100 % gerechtfertigt. "Schuld" haben nämlich beide Seiten, und nicht nur, wie der ÖSV schreibt, die Jury, bzw. der ÖSV müsste selbst auch reagieren, wenn es für ihren Springer gesundheitsgefährdend ist - haben nicht die beiden Herren schon nach Ammann gesagt das geht zu weit? Dennoch haben sie ihren Springer an den Start geschickt, ergo haben auch sie mit der Gesundheit des Springers gespielt, als Resultat aus dem nicht zurückziehen wollens.

Natürlich, und das ist keine Frage: Die Jury müsste sich nach dem stärksten richten, und das war sicherlich ein Fehler, dass sie das nicht getan hat, aber die Leute jetzt so anzuprangern ist schon eine Doppelmoral beim ÖSV.

Der einzige der hier wirklich nichts dafür kann ist der Springer, in dem Fall Schlierenzauer, der sich oben einfach nur auf seinen Sprung vorbertet, und sowohl der Jury (bei Freigabe der Schanze) wie auch seinem Trainer (!!!!!) bei Freigabe zur Abfahrt vertraut, dass die´Bedingungen in Ordnung sind!
von Elisa am 10.12.2009 um 20:52
Heiligenschein gefällig?
erfolgsgeilheit ohne grenzen. er hat ja recht.... ich betone: ER HAT RECHT. aber bitte... so gross kann die sorge um die gesundheit der eigenen jungs nicht sein, denn dann hätten sie ihn von sich aus NICHT runtergelassen. und hätten sie sich ausserdem NICHT so vehement gegen lösungsmöglichkeiten gewehrt wie die neue anlaufregel. und DAS braucht man hier nicht zu bagatellisieren. dann... gott ich muss kotzen bei so viel verlogener scheinheiligkeit...
von Cloudie am 10.12.2009 um 19:16